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Nichts, wenn ich es vergleiche mit Ernſt's Liebe. Könnte ich dieſe Vorzüge mit ihm genießen, da hätten ſie einen großen Werth— ohne ihn, ja, ohne ihn wür⸗ den ſie, anſtatt mich zu beleben, zu tröſten und aufrecht zu erhalten, mich nach und nach toͤdten, denn ſie würden mich täglich daran erinnern, daß ich um ihretwillen das Höchſte verloren habe.
Aber meine Mutter, meine Mutter, welche mir ihre Arme entgegen ſtreckt, welche mich ſegnet, mich
liebt, mich mit tauſend Beweiſen ihrer niemals ver⸗
ſchwundenen, nur unterdrückten Zärtlichkeit überhäuft!
ſiſt es nicht lieblich, an ihrem Herzen ruhen zu
fönnen? An dem Herzen einer Mutter läßt ſich ſo Vieles vergeſſen... Doch nicht für die täglich erneuerte Reue und Qual einer geſchiedenen Gattin..
ein Gott, mein Gott, überall dieſe Liebe! Warum iſt dieſes Gefühl das einzige, welches mir treu bleibt durch das ganze Leben? Vermag ich es nie zu beſiegen, werde ich mich ewig umherſchleppen mit dem Andenken— dem ſchweren, mordenden Andenken an ſeine bittere Kälte?
Nein, nie kann ich dieſe Liebe beſiegen, ja, ich will es nicht einmal, denn ſie iſt ein Theil, ſie iſt der vor⸗ nehmſte Theil meiner Seele, und überall muß ich die Erinnerung an die Strafe, welche mein Leichtſinn, mein Wahnſinn, meine Sünde mir bereitet hat, umherſchlep⸗ pen... Ja ſelbſt in dieſem Augenblicke, da er mich in den Staub inatdrice iſt er dennoch der einzige, der unumſchränkte Herrſcher über mein Schickſal, uͤber mein Herz... und er verbleibt auch der einzige Herr⸗ cher, ſelbſt wenn unſer Band tauſendmal von dem Ge⸗
Da dieſes ſchreckliche Wort jetzt zum dritten Male vor ihrer Seele ſchallte— eine dunkle Grabglocke bei dem Begräbniſſe des Glückes ihrer Liebe und ihrer Ehe — warf ſie ſich auf die Kniee und betete, betete ſo, wie ein Menſch, der im Sterben liegt, betet um ſeine Er⸗
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