Teil eines Werkes 
11.-13. Bändchen (1849)
Entstehung
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viel Vergnügen und ſo gute Luſt, noch länger zu bleiben,

daß er ſie unmöglich mitbekommen konnte...

Jeſus! das iſt nimmermehr richtig! ſeufzte Bolla und warf einen fragenden Blick auf Mutter Siſſa, welche nickte und ſagte:Still! Und in demſelben Augenblicke wurden Bolla's theilnehmende Gedanken getheilt, indem ein von Primus geworfener Apfel ganz behende auf ihren Schooß gehüpft kam alte Liebe roſtet nicht: zwiſchen Primus und Bolla war immer noch ein inniges Verhältniß.

Wie Bolla ahnte, fuhr der Onkel fort,war es nicht ganz richtig und ſo ahnten auch die Eltern, deren Angſt ſtets zunahm. Um dieſe Zeit glaubte die Mutter, einen Beſuch von der Tochter im Traume zu haben, und dieſe ſagte zu ihr:Mutter, Mutter! erbarme

Dich! Ich habe nicht eher Ruhe, als bis ich in geweihte

Erde komme! Mein Mann zwang mich, zu reiſen. Er liebte eine Andere, mich, die er los ſein wollte, brachte er

mit Liſt unterwegs in eine Scheune ſie gab den Ort ganz genau an und beſchrieb ihndort mordete

er mich und ſcharrte meinen Leichnam unter der fünften Bohle von der Thüre ein. Sucht mich dort und Ihr findet mich: ſucht bald, damit ich bald Ruhe haben mag! So erzählte ſie und verſchwand. Die Angſt der Eltern war fürchterlich; aber ſie dachten:In zwei Tagen kommt der Schwiegerſohn zurück, und da bringt er ſie wohl mit! In den beiden Näͤchten vor ſeiner Rück⸗ kehr hatte inzwiſchen die Mutter wieder dieſen Traum, und als nun der Schwiegerſohn von Neuem vor ihnen ſtand und klagte, daß ſeine Frau unter keiner Bedingung nach Hauſe wollte, da meldeten die Eltern die Sache an zu einem polizeilichen Verhöre. Die Frau war nicht an dem Orte, den der Mann angegeben hatte, und war niemals dort geweſen. Und als nun vor dem Ge⸗ richte der Traum in Gegenwart des Mannes erzählt wurde, da kam ein ſolcher Schrecken über ihn, als er Gottes Urtheil vernahm, welches er hierin ſah, daß er ſogleich bekannte, ja, Kinder, bekannte, Alles wäre ſo,

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