Teil eines Werkes 
11.-13. Bändchen (1849)
Entstehung
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über dieſes Ereigniß, ſowie über alle andern Begeben⸗ heiten hier in der Welt, das Urtheil ſchrieb. Und da ich es Euch anſehe, Kinder, daß Ihr gerne etwas hören wollt, das Euer Blut ein wenig abkühlen kann, ſo hört: Es war einmal vor nicht gar vielen Jahren.. Doch, Primus, nimm Du die Aepfel und lege ſie zum Braten in die Aſche!... Es war einmal, ſage ich, ein altes Ehepaar, ſogenannte Herrenleute; ſie hatten eine einzige Tochter, welche ſie über Alles liebten, und welche ſie auch erſt neulich verheirathet hatten. Nun, das war Alles recht gut, der Schwiegerſohn gefiel ihnen,

die Tochter ſagte, ſie wäre ſo glücklich, daß ſie mit kei⸗

ner Chriſtenſeele tauſchen wollte, und was ſie mehr ſagen konnte von Demjenigen, was junge Leute in den Tagen des Glückes zu ſchwatzen pflegen. Als aber ein Jahr zu Ende war, da wurde ihre Wange weiß wie eine Lilie auf dem Felde: die rothen Roſen hatten ihre Blätter verloren und waren dahin. Jetzt fragten die Eltern ſie mit Unruhe, was ihr fehlte; aber ſie war verſchämt und ſtill und gab nur ausweichende Antwor⸗ ten. Sie wendeten ſich an den Schwiegerſohn, aber er wußte von nichts.

Deer Onkel hielt einen Augenblick inne und erfriſchte ſich mit einer Priſe; darauf ließ er die Doſe zu dem Korporal hinüber wandern.

Wieder war eine Zeit vergangen, fuhr der Alte

in ſeiner Erzählung fort,als eines Tages der Schwie⸗

gerſohn die Eltern beſuchte und ihnen erzählte, er hätte ſeine junge Frau, um ſie zu erheitern, zu einer Freun⸗ din in einer entfernten Provinz gebracht. Die Eltern freuten ſich über die Zärtlichkeit des jungen Ehemanns und daß ihre Tochter Fröhlichkeit und Geſundheit von der Reiſe mitbringen würde, wunderten ſich aber, daß ſie nicht gekommen war, um Abſchied von ihnen zu nehmen... Mehrmals fragten ſie ſpäterhin den Schwie⸗ gerſohn, ob er ſie nicht bald holen wollte. Er ſagte

immer ja, und reiste auch, wie er ſagte, um ſie zu⸗ rückzuholen, aber ſie hatte dort, wo ſie war, immer ſo