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haltung. Er hat ſchon in dem Fuße, auf welchem er ruht, ſo geräumige Schiebladen, daß dieſe als Bettſtellen angewendet werden könnten, doch werden ſie als Garde⸗ roben benutzt. Drei Laden nebſt zwei Compagnons zu jeder, machen im Ganzen ſechs Garderoben aus. Wir wollen es aber verſchweigen, daß in Abweſenheit des Onkels bisweilen über dieſe Laden Fehden von nicht geringerem Eigenſinn und Ernſt entſtehen, als diejenigen ſind, welche um den Wintergarten geführt werden.
Uebrigens iſt der Kobold, welcher den Auftrag er⸗ halten hat, dieſen Schrank zu bewachen, von ſehr paſ⸗ ſivem und ſanftem Charakter; es iſt nämlich ein zahmer Igel, der niemals böſe wird, ja nicht einmal dann, wenn die beiden Weiber, welche über die mittlere Lade disponiren, ihm bisweilen von der einen und bisweilen von der andern Seite einen Tritt geben.
Sehen wir aber nach, ob wir nicht noch mehr ha⸗ ben, das unter Bewachung ſteht.
Ja, dieſer eichene Tiſch, welcher urſprünglich bei den Mahlzeiten der Wikinger benützt worden zu ſein ſcheint, und vollgeſchnitten iſt mit Herzen und mit den Namen aller Jungfrauen, die das eigene zündbare Herz des Primus in Flammen geſetzt haben, dieſer Tiſch, — deſſen einer ſchraubenförmige Fuß kaum von drei Mann gehoben werden kann, und wenn die eine Scheibe aufgehißt werden ſoll, die ganze Beſatzung„zum Ma⸗ növer geblaſen werden muß“— hat ein achtunggebie⸗ tendes und feierliches Ausſehen, und wenn die ſechs Be⸗ wohner des Patriarchates um denſelben ſitzen, ſo zeigt er durch ſeine unharmoniſche Harmonie einen Charakter, den kein anderer Tiſch zu zeigen vermag: hier ein ſtill⸗ ſtehendes Alter ohne Ruinen, dort ein Ricfſtendes Alter in voller Ruine.
Wenn aber der Onkel Janne die Geſellſchaft mit
ſeiner Gegenwart illuſtrirt, ſo nimmt das Ganze den
Anblick eines Richtertiſches ein: der Onkel ſitzt zu Ge⸗ richt in ſeinem großen Stuhl, und die alten Männer und Weiber geben ihre Rapportz n von der Petten. riode


