Teil eines Werkes 
11.-13. Bändchen (1849)
Entstehung
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Gemüth erfriſchen durch die Bekanntſchaft mit zwei un⸗ geheuren Kiſten, in denen der Wintergarten blüht unter der Aufſicht zweier weißen Katzen, die, jede auf ihrer Kiſte, ihre Wohnungen aufgeſchlagen haben zum größten Aerger ſowohl des Björn, als auch des Murre, die ſchon oft eine große Neigung geäußert haben, ihr Hochquar⸗ tier am Kamin zu verlaſſen. Aber die weißen Katzen laſſen nicht mit ſich ſcherzen, wie jeder weiß, der die großen Fehden zwiſchen den Bewohnern der Kiſten und des Kamines mit angeſehen hat. Bei dergleichen Ge⸗ legenheiten, wenn man in eine große Bataille geht, hal⸗ ten es Murre und Björn immer mit einander, müſſen aber nichtsdeſtoweniger gewöhnlich mit Schande den Wahlplatz verlaſſen, was um ſo kränkender iſt, als Pri⸗ mus von ſeinem erhabenen Platze auf der Hobelbank durch Geberden und Worte ſie unaufhörlich anreizt, fort⸗ zufahren, und endlich ruft:Ihr Bönhaſen, ihr elen⸗ digen Meiſen, laßt euch von zwei Weibsſtücken beſiegen! Aber es iſt wahr, fährt dann Primus bei ſich ſelbſt fort,die eine von dieſen Weibsſtücken heißt auch Lotta die Katzen werden nämlich immer umgetauft und er⸗ halten die Namen der letzten Geliebten des Primus und die andere Barbro! Ich will mich alſo nicht ſo ſehr darüber wundern, denn ich habe ſelbſt dieſen Schlan⸗ gen weichen müſſen!

Doch nicht allein der Wintergarten und die weißen Katzen haben ein Recht auf unſere Aufmerkaamkeit; wir haben ferner vor uns einen Wallnußſchrank, der ſich an Alter mit dem Methuſalem, an Gediegenheit mit den ägyptiſchen Pyramiden, und anweiſen Einrichtungen

mit den lykurgiſchen Geſetzen meſſen zu wollen ſcheint.

Dieſer Schrank iſt bewunderungswurdig. Er räumt alles Denkbare, er iſt die Haushaltung der ganzen Haus⸗

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auf Stangen gehängt, und ſo getrocknet wird. Dieſes Brod zieht der Bauer dem weichen Brode vor, und es

ſſt auch wirklich ganz vortrefflich.