Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1849)
Entstehung
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ſeine Liebe konnte gar nichts dadurch gewinnen, daß er dieſen verzweifelten Mann noch einen Schritt weiter brachte.

Ernſt Edith kramte mechaniſch unter den Sachendieſe Kleider liegen hier nicht mit Berech⸗ nung... ich kam eben von Swärdsnäs... da wußte ihan t... da wußte ich nicht... o, Ernſt! ich wußte nicht...

Still! entgegnete Ernſt mit einer ſo harten und gebietenden Stimme, daß die zitternde Edith auf den Stuhl ſank; es ſchwindelte vor ihren Augen, es ſauste vor ihren Ohren, es war wohl ein Todeskrampf, der ihr Herz zuſammenpreßte. Warum konnte ſie jetzt nicht ſterben?

Ernſt, Ernſt!

Er hatte ſchon den Glockenzug ergriffen und ge⸗ klingelt.

Barbro kam herein.

Hilf der Frau, öffne aber die Lippen zu keiner einzigen Frage! Ich gehe voran. b

Als er aber die Thür erreichte, ſtieß Edith einen herzzerreißenden Weheruf aus.

Erbarmen, Erbarmen! jage mich nicht von Dir! ich will nicht mehr von hier!

Gleichviel was Du willſt Du ſollſt!

Er eilte hinaus. Es wurden friſche Pferde vorge⸗ ſpannt... alles war in Ordnung.

Barbro raffte drinnen Alles zuſammen, was noth⸗ wendig war, um ihre junge Herrin gegen die Nachtkälte zu ſchuͤtzen; einige Kleider und Wäſche wurden in einen Koffer geworfen, inzwiſchen ſtand aber Edith da wie ein Bild, und ließ mit ſich hanthieren wie ein ſolches.

Iſt es fertig? fragte Helmer's Stimme draußen. Doch war es wohl ſeine Stimme?... man konnte es kaum glauben.

Barbro antworteteja, und in dem nächſten Augen⸗

blicke ſaß Edith in dem Wagen, der ſie aus dieſem

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