Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1849)
Entstehung
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glauben konnte, ich hätte noch etwas von Demjenigen uͤbrig, was die Phantaſten wirkliches Gefühl nennen.

Herr Mörnburg! dieſe Bekenntniſſe wiſſen Sie nicht, daß Sie mich beleidigen?

Nein, nein, ſie enthalten nichts, das Sie belei⸗ digen kann hören Sie mich nur an!l

Ich will nicht hören... es iſt genug!

Es iſt nicht genug: Sie müſſen mich hören, nach⸗ dem ich einmal angefangen habe, zu reden! Ich habe das Bedürfniß, Ihnen zu zeigen, Ihnen, die Sie ge⸗ glaubt haben, Sie liebten, was die Liebe eigentlich iſt!

Sie hatte ſich 81 Hälfte erhoben, ſank aber wieder in den Stuhl zurück.

Beide hörten nicht, wie bei dieſer ihrer faſt unfrei⸗ willigen Bewegung die Zweige draußen von den con⸗ vulſiviſchen Zuckungen der Hand, welche ſie umfaßte, erſchüttert wurden.

Ich ſah Sie, Edith; Sie weckten nicht nur Leiden⸗ ſchaft in meinen Sinnen das war ein Nichts Sie weckten jenen Götterfunken, deſſen Daſein ich als küh⸗ ner Zweifler ſtets geläugnet hatte; Sie legten meine. Seele, meine Vernunft, meine Gedanken, mein Leben in Ihre Feſſeln. Da, verſtehen Sie mich jetzt? Da be⸗ ſchloß ich, Andern zu dienen. Denn frei, unabhängig, ein Edelmann mit einem Reichthum, der mir leicht zu weltlichem Anſehen alle Auswege öffnet, und mit einer Liebe, deren unermeßliche Tiefe Sie nur zitternd erſchauen könnten, kann ich, nachdem Sie frei geworden ſind, nach Ihrer Hand ſtreben. Zu dieſem Zwecke handelte ich niedrig, was ſchadet das? Ich betrog und verrieth Ihren Mann, was ſchadet das? Ich ſchlich mich in Ihr Paradies und blies die Blumen hinweg, was ſchadet das? Nichts, gar nichts: nur um meiner Liebe willen wurde ich ja ein Verräther, ein Betrüger, ein Verführer, ja, wenn Sie wollen, ein Teufel. Und wer nicht ſo liebt, daß er ſeiner Leidenſchaft ſein Gewiſſen, ſeine Ehre und ſeine Seele, mit einem Worte, Alles opfern kann, außer dem

Ein launenhaftes Weib. III. 18