Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1849)
Entstehung
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dem Horizonte aber zeichnete ſich eine helle Schattirung, welche dem Auge erlaubte, die Gegenſtände gut zu unter⸗ ſcheiden, und das Erſte, was beim Thorwege vor der Allee Helmer's Blicken begegnete, war eine mit drei Pferden beſpannte Kutſche, welche unter einer Gruppe von hohen Ulmen im Schatten ſtand.

Helmer ſprang ſchnell aus dem Wagen.

Er konnte es nicht einmal verſuchen, zu erklären, welch ein Druck ſeine Bruſt zuſammenpreßte.

Für weſſen Rechnung warteſt Du hier an dieſem Orte? fragte er die Figur, welche unbeweglich vor den Pferden ſtand, die er, wenn man nach dem Stück Brod ſchließen wollte, das er noch in der Hand hielt, eben gefüttert hatte.

Ich warte auf den, der mich beſtellt hat! ant⸗ wortete eine feſte und ſtarke Stimme.

Wer iſt das?... Sprich die Wahrheit, Kerl! Du redeſt mit dem, der hier Herr iſt und das Recht hat, die Wahrheit zu fordern.

Der Teufel mag wiſſen, wer hier der rechte Herr iſt, das geht mich nichts an; aber ich gehorche dem, der mich bezahlt ſo ſteht's damit.

Ernſt ſah augenblicklich ein, daß dieſes Verhör zu

gar nichts diente. Nein, zu Hauſe konnte er Aufklärung erhalten, vielleicht mehr Aufklärung als... Er konnte die Gedanken nicht ausſpielen laſſen, er ſchämte ſich und erröthete, daß ſeine umherſchweifenden Phantaſien ihm übermächtig werden konnten. Hörſt Du! ſagte er zu ſeinem eigenen Knecht, der auf dem Kutſchbock ſaß,Du hältſt hier auch unge⸗ fähr eine halbe Stunde ſtill; hernach kannſt Du vor⸗ fahren nicht eher.

Nachdem er dieſe Worte geſagt, öffnete er eilig den Thorweg und trat in die Allee, welche er mit langen,

beſchleunigten Schritten bald hinter ſich hatte.

Jetzt war er auf dem Hofe.. Rund um das Haus herum war Alles ſtill und ruhig, dunkel im Beſuchzimmer, im Saal und in der