Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1849)
Entstehung
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Sie wollteſich auf keine Weitläufigkeiten einlaſſen,

nicht einmal von Unterhandlungen hören.

Gut! ſagte Ernſt faſt mechaniſch,dieſe Wider⸗

wärtigkeiten laſſen ſich uͤberwinden; es ſind ja nur

Kleinigkeiten und Wirren, die ſich leicht entwirren laſſen

köͤnnte ich nur das Uebrige in Ordnung bringen! Freund Werner würde es wohl ſo zu ſtellen wiſſen,

daß er von dem Lagmanne eine Anleihe bekäme es

war ſeinem Stolze ſchwer, zu den Freunden ſeine Zu⸗ flucht zu nehmen doch hier mußte jede Bedenklichkeit weichen. Alles ſollte bei Mörnburg's Ankunft arran⸗ irt ſein, und wenn die Pachtſumme präſentirt war, ſo hatten alle Bedenklichkeiten ein Ende. Ernſt athmete ſchon leichter. Die Ehre ſollte, mußte Mörnburg zwin⸗ gen, endlich mit der Abreiſe Ernſt zu machen, und dann, dann.. Vielleicht hatte es für Edith nur dieſer kurzen Trennung von ihrem Gatten und des Andenkens an ihren Abſchied bedurft, um zu dem Gefühle von der Macht der Reue zu kommen. Vielleicht, wenn ſie ihn zurückkehren ſah, kam ſie ihm entgegen geeilt... wie ehemals... vielleicht ſtand ſogar das einzige Glück

wartend an ſeinem Herde. Er fuhr dahin wie der Wind, oder richtiger, wie

ein Verzweifelter, welcher der Hoffnung nachjagt.

xãx

Sechsundzwanzigſtes Capitel. Asmodeus an dem letzten Belagerungstage.

3 Es war gegen acht Uhr Abends den achtundzwan⸗ zigſten September, als Ernſt, der um die Mittagszeit ſeine eigenen Pferde wieder genommen hatte, die er etwa⸗

ſechs Meilen von Lärkholmen entfernt zurückgelaſſen, in ſcharfem Trabe angefahren kam.

Der Mond war noch nicht ſichtbar geweſen, an