Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1849)
Entstehung
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Küäche, folglich kein Fremder da. Auch in Mörnburg's Wohnung herrſchte Dunkelheit. Und dennoch dieſer Wagen, welcher wartete!

Er ging um das Haus nach der Seite des Gartens, am Giebel kam er an dem Fenſter des Mädchenzimmers vorbei, wo dieſe beim Spinnrade ſaßen Alles war ruhig. Hätte nicht der biſſige Skjutsbauer unten bei den Ulmen vor den Pferden geſtanden, ſo wäre er ge⸗ neigt geweſen, ſich zu überreden, der Anblick mit dem Wagen ſei ein Fiebertraum, ein Spuk, Alles, nur keine Wirklichkeit geweſen.

Jetzt hatte er die Hinterſeite des Hauſes erreicht, welche nach dem Garten hinauslag.

Die Fenſter des Arbeitszimmers waren erhellt, die Laden aber noch nicht zugemacht. Ein Paar ziemlich hohe Jalouſien waren das Einzige, welches vorwitzigen Blicken Dasjenige verbarg, was im Zimmer vorging. Helmer's Laͤnge war jedoch hinreichend, um über die Jalouſien hinwegſehen zu können.

Er ſchlich hinter die Syringenhecke und ſtand bald dicht vor dem Fenſter dieſes ehemaligen geheiligten Tem⸗ pels ſeiner Liebe und ſeines Glückes.

Hier den Anblick, der ſeinem Auge begegnete, wäh⸗ rend ſein Ohr die Worte des Räthſels vernahmen, nach deſſen Löſung er ſchon beinahe vier Monate lang ver⸗

gebens geſucht hatte.

Edith ſaß auf dem Ruheſeſſel in halbliegender Stel⸗ lung. Ihre Wangen waren geſchminkt von einer hohen Scharlachfarbe, die Augen glänzten von einem phos⸗ phoriſchen Feuer, und die ſchwellende Korallenlippe war ein wenig über der weißen Zahnreihe zuſammengepreßt. Man ſah ſogleich, daß ſie ſich in einem von jenen

dieſer Frau leider ſo groß war.

exaltirten Augenblicken befand, deren Zahl in dem Lebe .* 11

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