Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1849)
Entstehung
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den Gebrauch ſeiner Sinne, aber leider auch eine ſo ſcheue und ſchwermüthige Laune hat, daß er kaum einen Menſchen ertragen kann, ſondern faſt als ein Eremit in ſeinen alten Zimmern bei ſeinem alten Doctor lebt.

Ich hatte mehrmals vergeblich um das traurige Vergnügen angehalten, ihn beſuchen zu dürfen, und ſchon fürchtete ich, wir würden genöthigt ſein, Paris zu verlaſſen, ohne ihn geſehen zu haben, als er eines Ta⸗ ges nach einem kleinen Billet von Edith ich hege faſt den Verdacht, daß ſie ihm mehrere ſolche geſchickt hat zu dem Onkel Janne ſagte, er wünſche ſie zu ſehen, wenn ſie ihn in ſeiner Einſamkeit aufſuchen wollte. Sein Arzt hatte es geſtattet, weil er glaubte, daß dieſe Gemüthserſchütterung eher nützlich, als ſchädlich ſein önnte.

Ich ließ mich nicht überreden, Edith der Sorge des Onkels allein zu überlaſſen: ich begkeitete ſie, wie meine Pflicht es heiſchte.

Und, Herr Helmer, als ich ihn wieder ſah ich, die ich ihn ſo herzlich und aufrichtig liebe, ich, die ich ihn in einem andern Zuſtand geſehen habe ging mir ein tiefer Stich durch das Herz.. Hätte er doch nie⸗

mals ſeinen Fuß auf Dagby geſetzt!

O, wie verändert war er! Edith wäre beinahe in Ohnmacht geſunken; doch ſie erholte ſich. Und ich zog mich ſogleich mit dem Onkel in das andere Zimmer zu⸗ rück, während ſie mit einander redeten. Ich will es ver⸗ ſuchen, die kleine Scene zwiſchen ihnen zu beſchreiben, denn ich weiß ſehr wohl, wie warm Sie ſich für den Grafen Hermann, ſo wie für Alles, was mein Haus betrifft, inetereſſiren.

Sei nicht traurig, geliebte Edith!(geliebt bleibſt Du immer von mir) ſagte er;ſei nicht traurig um meinetwillen: ich bin jetzt weit glücklicher, als wenn ich Dein Leben an das meinige gebunden und Dich dahin⸗ welken und ſterben geſehen hätte... Unſer Schickſal hätte ſchrecklich werden können

KeAber wie unerhört haſt Du nicht um meinetwillen