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Zweites Capitel. Der Brief. Andere Nachrichten.
Mein vortrefflicher Herr Helmer!
a, ich bin zufrieden, ſehr zufrieden mit Allem, was Sie zu Hauſe vornehmen, und ich würde bei der allerbeſten Laune ſein, wenn ich nicht Urſache hätte, bei der allerſchlechteſten zu ſein.
Zuerſt aber etwas über Geſchäfte... Und nach⸗ dem dieſe beſeitigt waren, hieß es vertraulich:
Es iſt natürlicher Weiſe immer mein Wunſch ge⸗ weſen, und ich glaube auch, daß dieſer ein gerechter iſt, daß Edith eine ihrem Stande angemeſſene Partie machen ſollte; da jedoch bis jetzt keine einzige ihr convenirt hat — mit Ausnahme d unglücklichen, aus welcher nichts wurde— ſo konnte man ſich wohl keine brillantere und paſſendere denken, als diejenige, welche ſich jetzt in der diſtinguirten Perſon des Lord Clinton von C. darbot.
Er iſt ſo von ihr eingenommen, daß er uns hier aufgeſucht hat, um noch einmal ſein ehrenvolles Aner⸗ bieten zu erneuern; da ſie jedoch beſchloſſen hat, mich
ſowohl an Geduld als auch an Moderation zu ruiniren,
ſo... hat ſie ihren Vorſatz auch wirklich ausgeführt. Doch gratulire ich ihr, wenn wir bei einer andern Ge⸗ legenheit verſchiedener Anſicht ſind!
Unter uns geſagt, fürchte ich, ſie ſchwärmt wieder für den Grafen Hermann und für einige romantiſch⸗ bizarre Pflichten gegen ihn, den armen Mann, der jetzt gewiß an keine Liebe mehr denkt, denn er hat ihr ſelbſt den Verlobungsring zurückgegeben.
Doch muß man geſtehen, ihr Zuſammentreffen war
von unbeſchreiblich rührendem Effect.
Onkel Janne hat ſchon einen ganzen Monat oder 8 ſeit unſerer Ankunft— doch das wiſſen Sie ja ſcho täglich den theuren Freund beſucht, welcher jetzt— geprie⸗ ſſen ſei der Himmel und der geſchickte Arzt!— wiederuſe
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