Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1849)
Entstehung
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abgereist war,wenn ſie die Probe hält auf dieſer Reiſe, dann, dann... doch keine thörichte Hoffnung es könnte mir gehen, wie dem armen Grafen Hermann!

Dieſe Reiſe ausführlicher zu ſchildern, iſt nicht unſere Abſicht. Wir müßten da viele Capitel einzig und allein mit den Triumphen füllen, welche Edith, oder richtiger die Hofräthin durch ihre ſchöne, bewunderte Tochter feierte.

Der Rittmeiſter, welcher auf dieſe Reiſe die ſan⸗ guiniſchſten Hoffnungen gebaut hatte er wußte, wie wichtig und unentbehrlich in vieler Hinſicht der Zufall ihn machen konnte, und wie ſehr die Macht des Zufalles auf eine gewiſſe Dame einwirkte der Rittmeiſter hatte um des größeren Effectes willen einen Theil ſeiner Grund⸗ ſätze zu Hauſe gelaſſen...Niemand darf ſich mit einem Titel brüſten, den er nicht aufrecht zu halten ver⸗ mag! hatte er oft geantwortet, wenn man ihn gefragt hatte, warum er ſich nicht, wie es ihm zukäme, Baron nennen ließe. Doch auf Reiſen, und beſonders in den Wirthshäuſern klang der Baronentitel ſo ehrfurchtgebie⸗ tend, daß er, wenn er die Würde noch hinzulegte, welche er als eine Art von Hauptperſon bei der reiſen⸗ den Geſellſchaft inne hatte, es ſich nicht verſagen konnte, ſeinen neuen Pflichten dieſe Aufopferung zu machen.

Auch nannte Olga ihn ſtets Monsieur le Baron, und mit Olga's Aufmerkſamkeit mußte er ſich begnügen. Edith war gefühllos für alle ſeine Aufopferungen und Aufmerkſamkeiten: er konnte nicht einmal eine ſcherz⸗ hafte Antwort von ihr erhalten. Denn Edith nech ſchaute die neuen Pläne des Monsieur le Baron, hatte aber jetzt die Luſt zum Spielen verloren.

Ihre jetzige Laune wenn es nänlich eine ſolche war, wie wenigſtens die Hofräthin behauptete war eine eiskalte Gleichgültigkeit gegen jede Art von Huldi⸗ zung: ſie zeigte ſich mit dem Ausſehen und der Haltung einer Königin, für welche Alles dieſes ſo alt iſt, daß

Ein launenhaftes Weiv. III. 2