Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1849)
Entstehung
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dann wenn ſo Vieles geheilt iſt wollen wir an

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eine paſſende Belohnung für ihn denken!

Nie ſuchte Edith nur eigen Augenblick mit Helmer allein zu ſein, und auch er machte keinen Verſuch dazu. Als er ihr aber an dem Morgen der Abreiſe den Blu⸗ menſtrauß reichte, der jetzt eine freundſchaftliche Gewohn⸗ heit geworden war, ſo ſagte er mit zitternder Stimme, ungehört von denen, welche in den ganz umgekehrten Zimmern hin und her liefen:Wage ich es zu hoffen, daß die Erinnerung Desjenigen, der dem Fräulein Edith mit den letzten Blumen von Dagby aufgewartet hat, länger leben wird, als bis die Blumen verwelkt ſind?

Bei dieſer allererſten Hindeutung auf ſeine Ge⸗

fühle, die Helmer jemals gemacht hatte, wurde Edith's feinblaſſes Geſicht von einer ganzen Purpurfluth über⸗ goſſen. 3Darf ich Sie erſuchen, Herr Helmer, dieſes kleine Kiſſen, welches ich mir eben für die Reiſe genäht habe, hinunter zu tragen und mir zu geben, wenn ich in den Wagen geſtiegen bin? Und indem ſie dieſe Worte in einem kurzen und eilfertigen Tone ausſprach, reichte ſie ihm ein kleines blaues Sammetkiſſen.

Mit großer Verwunderung nahm Helmer dieſe Ant⸗ wort auf ſeine Frage an. Als er jedoch das anver⸗ traute Gut in ſeinen Händen hatte und bei dem leichten Drucke fühlte, daß Etwas darin raſſelte, ſo verſtand er die Antwort, und ein ſtrahlendes Licht ging ihm vor dem Auge ſeiner Seele auf. Es waren ſeine Blumen, welche ſie getrocknet hatte und mitnahm.

Allzu feinfühlend, um noch ein Wort hinzuzufügen, konnte er es ſich doch nicht verſagen, auf eine andere Weiſe zu zeigen, daß er es wagte, ſie zu verſtehen. Mit einer Bewegung ehrfurchtsvoller Anbetung führte er ſchnell den blauen Sammet an ſeine Lippen.

Edith ſah es und ihr Herz ſchwoll..

In dem einzigen Blick, den ſie darauf wechſelten, lag Alles, was ſich jetzt erklären ließ.

O! dachte Helmer, als Edith ein Stunde ſpäter