Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1849)
Entstehung
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ein Kind. Er war allzu glücklich, als daß er Worte

für ſein Glück hätte finden können.

Armer Nilman, ſagte der Kranke. 84

Gleich darauf aber waren David und Nilman wie⸗ der vergeſſen, der Lichtſtrahl erloſchen.

Inzwiſchen wurden die Verſuche täglich wiederholt und lieferten immer eine Belohnung, wenn ſie auch nicht lange dauerte. Und als Helmer abreiste Graf Hermann hatte damals ſchon über zwei Monate in ſeiner Geiſtes⸗ nacht gelebt da erklärte der Arzt, er könnte es faſt wagen, dafür zu bürgen, daß der Graf gegen das Ende des Sommers wenigſtens ſo viel Verſtand wieder erhalten haben würde, daß man es wagen könnte ihn nach Pa⸗ ris zu bringen; und bis dahin, verſicherte er, ſollte nichts unverſucht bleiben, was die Kunſt und die Theil⸗ nahme vermöchten.

Dieſe Nachrichten belebten Edith. Hermann war wohl als Bräutigam auf immer todt; doch als ein ge⸗ liebter Freund, als ein Mann, mit welchem ſie ſich auf ewig verbunden fühlte, blieb er ihr auch auf ewig theuer.

Inzwiſchen lag immer noch eine Düſterheit über ganz Dagby, und als nun gegen Pfingſten Olga ihren erſten Nachtmahlsgang gefeiert hatte, die Wieſen grün waren, die Blumen dufteten, aber dieſe Düſterheit im Hauſe immer noch nicht nachlaſſen wollte, da be⸗ ſchloß die Hofräthin zu deren Ohren überdieß verſchie⸗ dene Klatſchereien und Verläumdungen gekommen waren, welche der Schild des Couſin Abbé nicht hatte hindern können durchzudringen allem Gerede und Geklatſche ein plötzliches Ende zu machen, indem ſie, wie es nach einer ſo unangenehmen Epiſode einer reichen und unab⸗ hängigen Dame anſtand, mit ihrer Familie eine Reiſe antrat.

dann etwa ein halbes Jahr eine Ausflucht in di Welt zu machen, wohin die Neigung ſie rief, und zuletz

über Paris zurückzukehren, wo man dann mit ottes

Suͤlfe den lieben Grafen vielleicht geſund treffen konnte.

Es war noch eben Zeit, erſt Carlsbad zu beſuchen