Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1849)
Entstehung
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mer werden könnte.

gewarnt hatte und ihr jetzt kein einziges Wort des Vor⸗ ſ

wurfes ſagte, ſondern theilnehmend und troſtreich a

ihrer Seite ſtand nur er ahnte es, daß ihr Inneres

keinesweges die ruhige Farbe beſaß, welche ihre täg⸗ a

lichen Handlungen an ſich trugen. k Nächſt dem Onkel war Helmer derjenige, vor wel⸗

chem ſie ſich am wenigſten verſtellte. Die ruhige, ein⸗ U fache Würde in Helmer's eignem Weſen, ſeine große, u ja außerordentliche Kraft, ſich in dieſer Zeit, die mehr L denn einmal ſeine Selbſtbeherrſchung auf die Probe ſetzte., d.

in Schranken zu halten dieſes, das mit den eigenen ſtolzen Gefühlen der Hofräthin ganz ſympathiſirte, in Verein mit der thätigen Freundſchaft, die er zeigte,. brachte ein Verhältniß hervor, welches ſich der Vertrau⸗ il lichkeit immer mehr und mehr näherte.

Sobald Edith im Bette ſitzen und eine Feder halten m konnte, ſchrieb ſie ſelbſt an Nilman, und dieſer Brief verrieth eine ſo tiefe Betrübniß und eine ſo grenzenloſe tr Theilnahme für den Zuſtand des Grafen Hermann, daß ve Nilman, der in ſeinem Herzen ſie des geſchehenen Un⸗ B glückes ſehr oft angeklagt hatte, ſich nicht ſo kalt und de hart machen konnte, wie er ſich vorgeſetzt hatte. Leider w konnte er ihr keinen Troſt geben, aber er konnte ihr ſch ſagen, daß er Tag und Nacht über ſeinen geliebten Herrn wachte, und daß er ihrem Wunſche ſehr gerne fe nachkäme, direct mit ihr Briefe zu wechſeln. Doch von m ihrem Vorhaben, den Grafen zu beſuchen dieß hatte ſie A beſchloſſen, aber Niemanden ein Wort davon geſagt un rieth er ganz und gar ab, weil der Arzt, mit weichmn de

er ſich hierüber berathen, es für ſo unpaſſend erklärt da hätte, daß er es gänzlich verbieten müßte, als Etwas, Li wodurch es mit dem Grafen wo möglich noch ſchlinmmn ſei

Ddieſer Brief ſchlug den geringen Muth gänzlich darnieder, welcher wiederum in Edith's Bruſt zu leben beginnen wollte. 3

8 1 8 Ich muß eine mündliche Botſchaft von ihm haben!