Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1849)
Entstehung
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über die innern Angelegenheiten eine gewiſſe Macht er⸗ halten. Die Hofräthin befand ſich wohl bei ſeiner feſten und beſonnenen Ruhe, ſeiner Art der Anordnung, und nahm von ihm mehrere Rathſchläge an, unter andern, die Vertraulichkeit des Rittmeiſters nicht aufzumuntern; denn es wäre auf jeden Fall das Beſte, die Geheimniſſe der Familie ſo viel wie möglich innerhalb der Wände zu behalten.

Da der Rittmeiſter merkte, daß für den Augenblick nichts zu gewinnen war, zog er ſich zurück, doch um der Zukunft willen floſſen von ſeinen Lippen die ſchönſten Reden über die ausgezeichnete Seelenkraft der Hofräthin, über ihre Würde in der Betrübniß und über ihre muſter⸗ hafte Geduld mit dem kranken Grafen. Er hielt mit Einem Worte gleichſam einen Schild vor das Sternfeltz⸗ ſche Haus, damit die Verleumdung nicht allzu übel damit verfahren ſollte; und klug war der Rittmeiſter: auf dieſe Art wirkte er für ſeine Zukunft mehr, als wenn er ſogar den Vertrauenspoſten Helmer's gehabt hätte. Mamſell Octavie, welche noch mit der Welt in Berührung ſtand, ſetzte die Verdienſte des Rittmeiſters in das klarſte Licht denn der Rittmeiſter hatte ihreProtection zu gewinnen gewußt...............

Man war jetzt zu Ende des Februar.

Der Mond ſtand im erſten Viertel und beleuchtete mit ſeinem weißen Glanz die Schneedecke, welche auf dem Hofe zu Dagby ruhte, und die tauſend funkelnden Eisperlen, welche auf den entlaubten Zweigen der Pap⸗ peln zitterten, und die vielen tauſend phantaſtiſchen Ge⸗ ſtalten, welche der Nebel in den dunkelgrünen Kronen

der Fichten gebildet hatte.

In Edith's Zimmer war die Nachtlampe eben er⸗ loſchen, und da es auch gegenüber finſter war, ſo hatte ſie die Gardine aufgezogen, um das ſchöne Winterſtück zu betrachten.

Ihr Blick ruhte auf einer großen weißen Wolke,