Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1849)
Entstehung
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Und bei dem Gedanken daran, konnte ſie dem Ver⸗ langen nicht widerſtehen, ganz gegen ihre Gewohnheit die Arbeit mit einem Liedchen aus der Lieblingsoper des Rittmeiſters zu verkürzen:

Wir winden Dir den Jungfernkranz

Mit veilchenblauer Seide,

Wir führen Dich zu Spiel und Tanz,

Zu Luſt und Liebesfreude.

Schöner grüner, ſchöner grüner Jungfernkranz!

Und auch hiebei lächelte der Graf und nickte ſeiner Braut entzückt zu; er glaubte, daß Niemand an einen andern Jungfernkranz denken konnte, als an den ihrigen.

Zwanzigſtes Capitel. Sturm.

Es war Nacht, die Nacht zwiſchen dem Sonnabend und dem Sonntag.

In ihrem neuen Zimmer, das jetzt ganz fertig war, lag Edith auf den Knieen und betete, betete aus inbrün⸗ ſtigem und brennendem Herzen, daß ſie im Kampfe be⸗ ſtehen, daß ſie die Krone des Sieges unverdunkelt be⸗ halten möchte.

Sie wollte ihre Ohren, ihre Seele verſchließen vor dieſem Wehegeſchrei der Verzweiflung, welches aus ihrem Herzen aufſtieg, aus dieſem Herzen, das jeßt ſeine Ver⸗ irrungen mit ſeinem innerſten Lebensblute ezahlte.

ie ſtolze Edith war nicht mehr im Staube lag das zermalmte Weib.

Gott, mein Erlöſer, wie ſchrecklich habe ich ge⸗ ſündigt, wie zweckoidrig, wie leichtſinnig iſt mein Leben geweſen! Wie feige habe ich das Schönſte, das du uns gegeben haſt, das Höchſte, das Heiligſte auf Erden