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immer als der ſchönſte und ſtolzeſte vorgekommen wäre von allen, die eine Frau führen könnte.
„Und dann,“ ſagte ſie, denn ſie plauderte in dieſen Tagen ſehr viel und eifrig,„will ich unſer gräfliches Wappen nicht nur an unſerm Wagen haben, ſondern auch überall, wo es in die Augen fallen kann. Man hat mich immer des Hochmuthes beſchuldigt, und ich glaube wirklich, daß ich einen nicht ſo ganz kleinen Anſtrich davon habe; doch Du mußt mich wohl nehmen, wie ich bin, mein beſter Hermann!“
Und er war bei einer ſolchen Rede— die ja einen Beweis ablegte, wie gerne die Braut ſich dem Bräutigam anſchloß— nicht nur in dem Vorſaale des Himmels, ſondern er trat in ein noch anderes Gemach, in welchem die Luft von berauſchenden Wohlgerüchen erfüllt war, und in welchem die Seraphim in glänzenden Kleidern die dienſtbaren Geiſter waren, welche mit dem Braut⸗ himmel*) warteten.
„Ich glaube, Gott verzeihe es mir!“ ſagte die Hof⸗ räthin zu Mamſell Octavie,„der Mann wird noch wahn⸗ ſinnig uber ſein eigenes Glück!“
„Dieſes ſcheint aber auch in voller Blüthe zu ſtehen!“ antwortete ſie, während ſie für vier Perſonen arbeitetete.
Noch niemals hatte Octavie ſo gerne und ſo ſchnell genäht. Noch einige Wochen, und Edith war weg. Man redete eifrig davon, daß Hortenſe einen neuen Freier erhalten hätte, und die Hofräthin hatte es nicht undeut⸗ lich merken laſſen, daß ſie ihren Bruksverwalter und die Lehrerin ihrer Tochter ſehr gerne für immer auf Dagby behalten möchte.
Welche Ausſichten auf eine glänzende und liebliche „Fortune“!
*) In Schweden wird, beſonders auf dem Lande, bei Bauern⸗ hochzeiten, von vier unverheiratheten Perſonen, während der Trauung eine Art von Thronhimmel(hrudpelle) über Braut und Bräutigam gehalten.
Anmerk. d. Neberſ.
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