ſich heftig, ſank aber, erſchüttert von der ſtarken Gemüths⸗ bewegung, ebenſo ſchnell wieder zurück.
„Glaubſt Du denn, daß ich gar kein Herz habe? Ein Beweis, daß es mir mit meinen Worten Ernſt iſt, mag der Umſtand ſein, daß ich ſchon mit der Mutter geredet habe; Du mußt reiſen, denn Du mußt Deinen Wohnort verändern; aber Du ſollſt nicht reiſen ohne die Begleiterin, welche Du Dir erworben haſt.“
„Gott! Gott!“
Er vermochte nicht mehr als dieſe Worte hervor⸗ zuſtottern, aber er ſtreckte ſeine Hände zu einem beredten Dankopfer erſt gen Himmel und darauf zu ihr empor.
Es verſchwanden einige Augenblicke.
„Und jetzt,“ flüſterte er, indem er ihre Hand über ſeine brennenden Augen führte, aus denen die Thränen herabſtürzten,„jetzt ſollſt Du mich nicht täuſchen... denn thuſt Du das... ſo muß ich vergehen... Haſt Du Dich ernſtlich beſonnen, biſt Du gewiß, daß Du nicht bereuen wirſt, was Du in dieſer feierlichen Stunde gelobt haſt?“
„Vollkommen gewiß.... Ich opfere Dir mein Leben!“
„Und ich, ich... nein, ich will es nicht verſuchen,
von Dankbarkeit zu reden... was kann dieſes matte Wort ſagen, was drückt es aus von den Gefühlen, die ich empfinde?... O Edith! Gott hat Dich gehört!
2
Meine Seele, mein Weſen iſt in Dir: Du biſt meine Welt— verwirf mich nicht wieder, laß mich zu Deinen Füßen ruhen und glauben, daß der Engel auf's Neue herabgeſtiegen iſt!“
„Noch wage ich dieſen Titel nicht anzunehmen, welchen ich mißbraucht habe— wenn ich aber erſt Deine Gattin bin...“
„Gattin!— heiliger Gott, laß keinen neuen Wahn⸗ ſinn uͤber mich kommen!— Wann, wann willſt Du es Herdedee ld D ſt! „Soba u wünſcheſt!“ Gleich?“


