Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1849)
Entstehung
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Am Montag wurde dieſer erwartet. Aber ſchon am Sonntag ſollte das erſte Aufgebot ſtattfinden.

Zwei Stunden nach der Erklärung zwiſchen Mutter und Tochter ſaß der Graf Hermann in halb liegender Stellung auf einem Ruheſeſſel. Sein bleiches Geſicht trug ſichtbare Spuren des Anfalles, welchen er geſtern Abend gehabt hatte, aber ſeine Lippen umſpielte ein ſchwaches Lächeln, denn es war Edith's Hand, welche die Kiſſen unter ſeinem Kopfe ordnete, ſeine Stirn mit Eau de Luce feuchtete und ſeine heißen Hände in den ihrigen kühlte.

Endlich nahm ſie neben ihm Platz, ſah ihn an mit einem Blicke voll tiefer Theilnahme und ſagte leiſe.

Haſt Du Dir die Mühe genommen, darüber nach⸗ zudenken, was ich Dir wohl zu ſagen haben kann?

Ich habe nicht denken können. Und was ſollte ich wohl jetzt noch hoffen? Die Hoffnung habe ich mir ganz abgewöhnt.

Uns iſt ja aber die Hoffnung als eine ſtete Be⸗ gleiterin gegeben!

Ja, aber als eine Begleiterin, die uns auch ſtets täuſcht.... Nur Eines macht mir jetzt Vergnügen, nämlich Dich um mich zu ſehen; aber ich fürchte, nach dem Anfall, der geſtern über mich kam, flöße ich Dir nur noch mehr Abſcheu ein!

Du irrſt Dich ganz, wenn Du ſo etwas denkſt!... Abſcheu?... Gott im Himmellv ſollte ich Dich verab⸗ ſcheuen wegen dieſer Leiden?... Nein, mein Hermann, Dein Unglück verknüpft uns feſter!... Jetzt rathe!

Eine flüchtige Röthe ſtieg auf den Wangen des Grafen Hermann auf.O, was meinſt Du? Aus Barmherzigkeit rede!

Wenn es Dir ein Gefühl des Glückes, einen Troſt in Deiner Prüfung bereitet, ſo bin ich bereit...

Sie bemühte ſich, Athem zu ſchöpfen.

Bereit? wozu?

Jetzt gleich Deine Gattin zu werden!

Ha, Du treibſt Deinen Scherz mit mtrl, Er erhob