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Plunder hinaus ſchaffen und auf den Boden bringen.
zwei oder drei Monate dauern, und breche ich vielleicht
endlich das Band, was wird dann aus ihm? Bedenke das Alles, Mutter, da es noch Zeit iſt, und ſage Ja!“
„Leider haſt Du in mancher Hinſicht Recht, und es iſt in der That eine ſchwere Gewiſſensſache, wie man ſie auch wendet! Aber vielleicht, obgleich ich jetzt ſowohl gegen meine Ueberzeugung, als auch mit derſelben rede, iſt es das Beſte, dem Streite ein Ende zu machen. Bedenke aber, daß, wie es auch enden mag, ich Dir nicht gerathen habe! Du magſt ſelber entſcheiden.“
Die Hofräthin ſprach dieſe Art der Zuſtimmung mit einem zaudernden und niedergeſchlagenen Tone aus, aber es war dennoch immer eine Einwilligung; und vielleicht war es beſonders Edith's Erinnerung an den ſtrengen Tadel, der, im Falle eines unglücklichen Bruches, ſie treffen würde, was nebſt der Erinnerung daran, daß man doch auch ein Gewiſſen hat, ſie ver⸗ mochte, der Heftigkeit der Tochter nachzugeben, oder mit anderen Worten, vor Edith's Zukunft ein Auge zuzu⸗ drücken.
„Es iſt alſo abgemacht!“ entgegnete Edith, ohne daß das geringſte Zittern ihrer Stimme verrieth, daß ſie vor der unermeßlichen Wichtigkeit des gefaßten Ent⸗ ſchluſſes bebte.„Ich rede heute Vormittag mit Her⸗ mann!... Doch noch Eins, Mutter, eine Kleinigkeit!... Ich bedarf einiger Zerſtreuung— und wenn Du es er⸗ laubſt, ſo will ich während der letzten Zeit, da ich zu Hauſe bin, das kleine Eckzimmer neben der Bibliothek bewohnen!“
„Was iſt das für ein kindiſcher Einfall mitten in ſo wichtigen Dingen— und was würde das wohl für eine Wohnung werden? Es iſt ja nur eine Polter⸗ kammer!“
„Eine ſehr gute Wohnung, liebe Mutter! Ich will Zerſtreuung haben, und darum gehe ich ſogleich an das Werk, und laſſe die alten Gemälde und allen alten
Ein launenhaftes Weib. II.


