Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1849)
Entstehung
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ein kleines Gut oder eine größere Pachtung können den⸗ noch zehntauſend Reichsthaler...

O ſtill, um Gottes Barmherzigkeit willen! Dieß geht über meine Kräfte: ſollten wir mit Plänen über dasjenige umgehen, was Dein Hintritt mir einbringt?

Wir reden kein Wort weiter davon... vielleicht biſt Du wirklich mit Deiner jetzigen Stellung ſo zufrie⸗ den, wie Deine Briefe andeuten?

Das bin ich, und in den erſten Jahren wenigſtens will ich an keine Veränderung denken.

Das verſtehſt Du ſelbſt am beſten; eigentlich aber

wünſchte ich, daß mein Ernſt eine andere Art von Glikt

kennen lernen ſollte... Ja, könnten Wünſche Glück bringen, meine

Mutter, ſo bin ich überzeugt, daß die Deinigen mir

ſchon das höchſte geſchenkt hätten, doch... Doch?

9, ich wollte nur ſagen, daß ich Deine Hoffnung denn daß Du auch in dieſer Sache für mich hoffſt,

das weiß ich als einen Wechſel auf die Zukunft

betrachte.

Ja, was das Glück ſelbſt betrifft, denn Glück und Liebe ſind nicht immer in Geſellſchaft. Doch werden ſie mit der Zeit ſchon einig.

Die Liebe? wiederholte Ernſt erröthend.

Ja, ſagte die zärtliche Mutter mit einem herz⸗

lichen Lächeln,haſt Du Dir vielleicht eingebildet, Du könnteſt Deine Gefuͤhle ganz verbergen, wenn Du an Deine Mutter ſchreibſt? Wußteſt Du nicht, daß ich ſie erſpähen könnte, wo Du Gleichgültigkeit und Ruhe hineingelegt zu haben vermeinteſt? Aber ich begreife nicht... Es iſt leicht zu begreifen, mein Kind, daß ich, die ich Dich ſo genau beobachtet und lange mit Verwunderung Deine Kaltſinnigkeit geſehen hatte, nicht hinter das Licht zu führen war, als dieſe Kaltſinnigkeit aufgehört hatte. Deine Worte, liebe Mutter, zwingen mich, einen Ein launenhaftes Weib. II. 2