Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1849)
Entstehung
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mir dieſe ſchwere Reiſe, meine Mutter! ſchon da⸗ mals hätte ich Dir zuflüſtern wollen:Ich weiß, um weſſentwillen Du dieß alles vermocht haſt. Aber die Worte erſtarben auf meinen Lippen, ich konnte Dich nur ſegnen... ich kann Dich nur ſegnen! Dank, tauſendmal Dank für dieſe ſchönen Worte! doch nun nichts mehr davon! Nur noch ein paar Worte, Ernſt! Du wirſt, ich weiß es, ungerechnet, was Du ſchon gethan haſt, dieſe armen Weſen nicht vergeſſen; Du willſt ja ihre Er⸗

ziehung nicht aus den Augen verlieren?

Ich habe ſie nicht aus den Augen verloren, ſo

lange es nothwendig war; doch vor anderthalb Jahren ſtarb der Knabe und jetzt vor einigen Wochen das Mäd⸗ chen, und die Mutter, wenn ſie das Opfer war, was ich jedoch kaum glaube, iſt, ſo lange ſie lebt, ganz wohl verſorgt durch die Zinſen des Kapitales. d8, geprieſen ſei Gott, daß er Dich von einer ſo ſchweren Verantwortlichkeit befreit hat! Sollte aber dieſes Kapital nicht bei dem Ableben der Kinder in Deine Hand zurückgehen?

Leider war ich nicht klug genug, es ſo einzurichten. Nur in dem Falle, daß ſie ſtirbt, oder ſich verheirathet, fallen dieſe ſechstauſend Reichsthaler Banko an mich rde Aber ſie kann länger leben als ich und wird i

ch wohl in Acht nehmen, durch eine Heirath das Sichere

vor dem Unſichern auf's Spiel zu ſetzen. Doch betrübe Dich darüber nur nicht, geliebte Mutter: für mich gibt es wohl Rath. Ich habe die ſichere Hoffnung, noch einmal auf einen grünen Zweig zu kommen.

Davon bin auch ich in meinem Herzen ſo voll⸗ kommen überzeugt, daß ich in dieſer Hinſicht Dich weit

ruhiger verlaſſe, als wenn Du noch dem Namen nach

Beſitzer von Torsholm geweſen wäreſt. Auch erhältſt Du jetzt ein kleines Kapital, mit dem Du von Neuem anfangen kannſt, wenn auch nicht im Großen; doch mit Klugheit angewendet, entweder als baares Kaufgeld für