gen eigenhändigen Briefen, in denen er in Ausdrücken,
ei denen Ernſt's Wangen vor Röthe flammten, indem er an ſeine keuſche, ſanfte Mutter dachte, auf das Be⸗ ſtimmteſte verſicherte, daß er im Falle ſeines Todes ſowohl auf die Zukunft der Mamſell Hermina als auch ihrer Kinder bedacht ſein würde.
b nun aber entweder der Tod— welcher wirklich ſo unvermuthet und plötzlich kam, daß an keine welt⸗ lichen Geſchäfte zu denken geweſen war— ihn an der Erfüllung ſeines Verſprechens hinderte, oder ob er, ein⸗ ſehend, daß er ſein Haus ohnehin einem ſicheren Untergang bntgegengeführt hatte, die Abſchließung dieſes Geſchäftes der Ehre und dem Rechtsgefühle ſeines Soh⸗ nes überließ— genug: es fand ſich keine geheime Ver⸗ fuͤgung vor.
enſt fühlte jedoch, daß er den guten Namen ſeines Vaters im Grabe und den Frieden ſeiner Mutter im Leben um jeden Preis retten müſſe. 1
Alſo wurde beſchloſſen, daß er zu Gunſten der Mamſell Hermina B. und ihrer Kinder ein Kapital ausſetzen ſollte, welches hinreichend war zu ihrem Aus⸗ kommen und zur Beſtreitung der Erziehung der Kin⸗ der. Ueber die Größe des Kapitals aber entſtand jetzt ein harter Streit, indem die keineswegs betrübte Geliebte forderte, was ſie bisher gehabt hatte, widrigenfalls ſie ſich gezwungen ſähe, ſich an die„edle“ Wittwe zu wen⸗ den, deren Menſchenliebe— deſſen wäre ſie gewiß— für deſe armen unſchuldigen Weſen Mitleiden haben würde.
Gekränkt, erbittert, aber zurückſchaudernd vor dem Gedanken, daß dieſe Geſchichte vor ſeine Mutter kom⸗ men könnte, gelang es Helmer endlich nach unſäglicher Mühe und mit einer für einen Sohn in ſeiner Lage beiſpielloſen Aufopferung, Alles in's Klare zu bringen.
In keinem Falle würde er dieſe Kinder ihrem Schickſale überlaſſen haben; hätte aber ſeine Mutter nicht gelebt, ſo hätte er nicht die Hälfte von dem ge⸗ than, wozu er ſich jetzt gezwungen ſah; denn es war


