Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1849)
Entstehung
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Rubrikeigene Ausgaben vorkamen, ſo konnte er ſchwer auf die richtige Spur kommen, wohin ſolche floſſen.

Hätte übrigens Ernſt ſeine Erinnerungen recht genau prüfen wollen, ſo hätte er gleichwohl die Richtung finden können.

Aber er hatte große Achtung gegen ſeinen Vater gehegt, welcher ein allgemein geachteter und auch guter Mann geweſen war; darum dachte der Jüngling auch jetzt nicht daran, eine Sache bis auf den Grund zu ver⸗ folgen, die nun doch nicht mehr zu ändern war, außer bisweilen, wenn ſich die Erinnerung an gewiſſe mit einer ungeübten Frauenzimmerhand geſchriebene Briefe, die der Vater in ſeiner Gegenwart entgegen genommen und mit einer leichten Verwirrung eingeſteckt hatte, ſich auf ihn eindrängen wollte; doch fuchte er ſolche Gedan⸗ ken als einem Sohne nicht anſtehend, von ſich zu ent⸗ ernen.

Leider war es nicht ſo leicht, auch die ernſten und Koßen Verlegenheiten von ſich zu entfernen, welche der

erluſt dieſer enormen Geldſummen, die während der letzten zwölf Jahre verſchwunden waren, dem Erben verurſachte, der in den überdieß ſchon hinlänglich ver⸗ wickelten Geſchäften Kummer genug hatte.

Aber es ſollte dabei nicht verbleiben.

Etwa ſechs Wochen nach dem Tage, da Ernſt ſein mit Schulden belaſtetes, väterliches Gut angetreten hatte, erhielt er einen Brief, der ſein ganzes Blut in Gäh⸗ rung brachte und ihn noch obendrein in eine ganze Welt von neuen Verlegenheiten warf. 3

Dieſer Brief, unterzeichnetMademoiſelle Hermina B., war von einem Frauenzimmer, welches ſich ſelbſt als die Geliebte ſeines verſtorbenen Vaters ankündigte und als die Muttervon zwei allerliebſten Kindern, die der Patron Helmer gewiß nicht der Armuth zu über⸗ laſſen gedacht hätte, da er bisher immer ſo ordentlich für die Bedürfniſſe derſelben geſorgt hätte.

Eine Abſchrift von der Verpflichtung des Vaters

über den jährlichen Unterhalt war beigefügt nebſt eini⸗