Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1849)
Entstehung
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F

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vertrauensvolle, vortreffliche Frau! möchteſt Du nur Deinen Sohn anklagen, möchteſt Du nicht einmal dort oben klarer ſehen, als Du hienieden ſahſt!

Das Klopfen des Skjutsbauers rief Helmer in die Gegenwart zurück; und kaum hatte er das kleine Ge⸗ ſchäft mit der Annahme der Sachen und Bezahlung des Bauers beendigt, ſo kehrte Barbro zurück mit der er⸗ freulichen Nachricht, daß ihre Gebieterin ſich vor Freuden faſt geſund fühle.

Auf den Zehen ſchlich Ernſt durch ein kleines Zwiſchen⸗ zimmer, in welchem ein aufgemachtes Bett auf dem Sopha zeigte, daß er erwartet worden war, in das Schlafzimmer, wo das Licht der Nachtlampe ſeine bleiche Beleuchtung über das weiße Bett warf, worin der Schatten einer noch jetzt ſchönen Frau mit auf die Thür gerichteten Augen ruhte.

Als der Sohn nahte und in tiefem, wortloſem Schmerz vor dem Lager der Mutter auf die Kniee ſank, da verbreitete ſich ein Licht von himmliſchem Urſprunge über das Geſicht der ſchneeweißen Frau.

Ihre Augen vergoſſen Thränen ſeliger Freude, während ihre matte Hand die geſenkte Stirn des jungen Mannes erhob.

Mein Ernſt, mein Kind, mein Eingeborener! Du kamſt und alle Schmerzen, alle Leiden ſind verſchwun⸗ den: wie gütig iſt Gott!

Meine Mutter! flüſterte der Sohn mit von Thrä⸗ nen erſtickter Stimme,ich ſehe es, ich ſehe es!

Du ſiehſt nichts Anderes, Du Liebling meiner Seele, als das, wofür Du Gott danken mußt: eine ge⸗ brechliche Hütte, welche ſich zu ihrem Falle neigt, während der Geiſt, welcher ſie noch aufrecht zu halten ſucht, ſich zu der letzten Wanderung anſchickt. O mein Ernſt, ſollte ich wohl klagen? Wie viel Herrliches und Schönes habe ich nicht erlebt! und wie viele Leiden!