Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1849)
Entstehung
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189

Lundin, ſelbſt wenn er in der neuen Livree brillirt, von mir Dienſtfreiheit.

Dieſes ſagte Edith, während der Wagen eine An⸗ höhe hinabrollte. Ehe aber Helmer antworten konnte, vernahm man eine andere Antwort, nämlich einen hef⸗ tigen Schrei hinter ihnen.

Faſt in demſelben Augenblicke hielt der Wagen an der nun erreichten Krümmung des Weges, wo der Ab⸗ hang endigte.

ECi, ei, mein Jockey! rief Edith ganz ängſtlich ſchnell, Jonsſon! eile!

Der lange Kutſcher der verhaßte Nebenbuhler des Primus machte einige Lunkentus⸗Springe den Berg hinauf und kam gleich darauf mit dem zappelnden Liebhaber auf dem Arme zurück.

Zwar war Primus ein wenig wirr im Kopfe, ja halb bewußtlos und an mehreren Stellen ſeines Leibes vom den heftigen Fall übel mitgenommen; nichts deſto weniger wäre er jedoch lieber gekrochen, als daß er ſich dieſer für ſeine Würde ſo ſchrecklichen Kränkung, von ſeinem Todfeinde getragen zu werden, unterworfen ätte.

Nun, wie ſteht's mit Dir, mein Junge? fragte Helmer freundlich.Nichts Ernſthaftes oder wie?

Ernſthaftes! knirſchte der in Wuth verſetzte Zwerg; denn es machte Jonsſon Spaß, ihn noch immer wie eine Puppe Ruf dem Arm zu behalten, indem er ihn, um ſeinen wohlbekannten Nebenbuhler noch mehr zu reizen, immerwährend ſtreichelte und mit deutlicher Theil⸗ nahme ſeufzte:Armes Ding mein armer kleiner Däumling! daß er ſich ſo übel ſtoßen mußte!

Aber, mein guter Primus! was ſoll ich nun mit Dir machen? fragte Edith bekümmert.

Ich bin nicht ſo ganz todt, wie das gnädige Fräu⸗ lein glaubt! entgegnete Primus; und um zu zeigen, daß er ſeine Kräfte wieder erhielt, begann er hurtig einen Einbruch zu machen zwiſchen Jonsſon's Hals und Hals⸗ tuch und ſeine zehn flüchtigen Finger ſo gründlich in