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die Camelien nehmen, oder dieſen prachtvollen Halbkranz? — vielleicht iſt er doch beinahe zu glänzend?“
„Du fährſt alſo trotz Deiner Weigerung?“
„Ich habe es nicht ausgeſchlagen, denn...“ „Denn?“
„Ich hatte mich beſonnen.“
„Nun, ich bin Deiner Einfälle allzu gewohnt, meine liebe Edith, als daß ich mich ſehr wundern ſollte! Ich will den Landauer anſpannen laſſen, und da auch der Bruks⸗ verwalter hinreist, ſo braucht er keinen eigenen Wagen zu nehmen. Er kann ja das Vertrauensamt erhalten, Dich zu fahren.“
Ein paar ſehr natürliche Falten verdüſterten Edith's ſchöne Stirn, und man konnte kaum etwas Uebelgelaun⸗ teres ſehen, als ihre Miene, da ſie antwortete:
„Liebe Mutter, wenn zum Beiſpiel von dem Grafen Hermann die Rede geweſen wäre— vorausgeſetzt, daß er es annehmen wollte— ſo könnte dieſes Project ein Vertrauensamt genannt werden; aber ich fürchte, gegen Herrn Helmer waͤre es nicht artig: bedenke, den Kutſcher mit dem Bruksverwalter zu remplaciren!“
Die Hofräthin warf einen herausfordernden Blick auf Mamſell Octavie.
3 Dieſe ſah hinweg, um ihr tiefes Erröthen zu ver⸗ ergen..
Und ſo wie die Hofräthin es beſchloſſen hatte, ſo geſchah es. Denn ehe Edith noch etwas Weiteres ein⸗ wenden konnte, hatte ihre Mutter mit den Worten: „oh, er wird ſchon verſtehen, daß es eine Artigkeit iſt!“ das Fenſter geöffnet, Helmern, der eben über den Hof ging, gewinkt und die Sache auf eine eben ſo artige als kluge Weiſe abgemacht.
Die Hofraͤthin wollte ſich den Bruksverwalter ſehr gerne verbinden............
In einer Toilette, welche den Glanz ihrer vollen weiblichen Blüthe im höchſten Grade erhöhte, kam Edith gleich nach dem Mittageſſen herab, um Abſchied zu nehmen.
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