Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1849)
Entstehung
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te ſeinSollte dieſes wohl nicht bei dem Charakter des enkt. Fräuleins Edith einigem Zweifel unterworfen ſein? rrüberNicht im Mindeſten! Gerade ein Mädchen mit Irr⸗ ihrem Charakter kann ſich niemals ſo weit vergeſſen,

daß ſie dieſen Gefühlen im Ernſte nachgibt. Nein, Liebe . der von dieſer Beſchaffenheit kann zwar entſtehen, und ich

verdamme dieſelbe eben ſo wenig, als ich mich darüber ttin? wundere, denn wer kann ſagen, woher die Liebe kommt? ldigſte Aber ſie entſteht, blüht, leidet und ſtirbt zu ihrer ge⸗

hörigen Zeit, und es bleibt nichts Anderes davon übrig, nicht als eine Erinnerung.

Ihro Gnaden haben Ihre eigene Philoſophie. ußer⸗Vielleicht! doch dieſe ganze Abhandlung hätten erfun⸗ wir uns recht gut erſparen können; denn Edith's un⸗ cht zu paſſender Hochmuth hat dem armen Helmer einen Platz ractirt angewieſen, der hinlänglich zeigt, daß ſie ihn nicht ein⸗ t ein⸗ mal im Geſellſchaftsleben als Ihresgleichen erkennen will. n, ſoUnd Ihro Gnaden glauben...

Nichts mehr! Und um Ihnen deutlich zu zeigen, achte wie ungereimt ich dieſe Beſchuldigung finde, für welche ihrem Sdie nicht den geringſten Beweis haben, will ich in dem

Falle, daß Edith wirklich reist, ihr Helmer zum Kutſcher o wie vorſchlagen. undOh, Ihro Gnaden! Ihro Gnaden!

kein Die Stimme der Gouvernante zitterte. Was hatte ſie jetzt von ihrem erſten Manöver?

iſt? Nichts weiter, als daß die Hofräthin ſie klar durch⸗

liches ſchaut hatte und im Geheimen über die Thorheiten lächelte,

zu denen die Eiferſucht verleiten kann.

Dlchen

) den

e da In demſelben Augenblicke trat Edith mit einer

o ge⸗ Schachtel voll franzöſiſcher Blumen in der Hand herein.

und 3 Mit einem zur Hälfte gezwungenen, zur Hälfte

daß ſcherzhaften Tone ſagte ſie:

ndes,Lache mich aus, liebe Mutter! Ich komme, um Dich über meinen Putz um Rath zu fragen. Soll ich