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mich der Gedanke außerordentlich, daß ich die Erſte ſein ſoll, die Ihre Aufmerkſamkeit auf dieſen Gegenſtand lenkt.“
„Meine gute Octavie, beunruhigen Sie ſich darüber kichti d bin überzeugt, daß es ein lächerlicher Irr⸗ thum iſt.“
„Lächerlich iſt es gewiß, doch kein Irrthum... der Bruksverwalter....“
„Nun, ich muß ſagen, ich bin eine gute Prophetin?“
Und die Hofräthin fiel in das allerunſchuldigſte Gelächter.
„Ihro Gnaden! es gibt Gefühle, die ſich nicht wägen und beſtimmen laſſen.“
„Mamſell Octavie! es gibt Thorheiten, die ſo außer⸗ ordentlich ſind, daß ſie nur für die Lachmuskeln erfun⸗ den zu ſein ſcheinen. Jedermann weiß, daß ich nicht zu denjenigen Leuten gehöre, die über Alles lachen; tractirt man mich jedoch mit ſo luſtigen Dingen, die nicht ein⸗ mal im Stande ſind, meinen Verdruß zu wecken, ſo erlaube ich mir es auch, luſtig zu ſein.“
„Halten Ihro Gnaden es denn aber für das achte Wunder der Welt, wenn das Fräulein ſich unter ihrem Stande verlieben ſollte?“
„Nein, das nicht! Wir haben in Romanen, ſo wie im wirklichen Leben tauſend Beiſpiele davon— und Helmer iſt hübſch genug, daß eine ſolche Liebe gar kein Wunder ſein würde.“
„Alſo geben Ihro Gnaden zu, daß es möglich iſt?“
„Nein, ich gebe nur zu, daß es ein ſehr natürliches Ereigniß ſein könnte!“
„Und dieſes ſagen Ihro Gnaden mit einer ſolchen Ruhe?“
„Ja, warum ſollte ich das nicht? Wenn Edith den Herrn Helmer liebte, à la bonne heure! ſie machte da Bekanntſchaft mit einer Epidemie, welche eben ſo ge⸗ wöhnlich, ja noch gewöhnlicher iſt, als die Maſern und die Blattern. Der ganze Unterſchied wäre nur der, daß ſie keines andern Arztes bedürfte, als ihres Verſtandes, der ſie gewiß auch zu rechter Zeit curiren würde.“
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