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Es war jener Fall, über den ſie früher ſchon mit ihrer Mutter geredet hatte, und ſie war ſogleich ent⸗ ſchloſſen, eine abſchlägige Antwort zurückzuſchicken.
„Nun ja,“ ſagte die Hofräthin, welche ſie dießmal nicht zu überreden ſuchte, ſie werden es wohl entſchul⸗ digen müſſen!“
Beim Thee an jenem Abende, da mit Ausnahme Edith's, die vor dem Piano ſaß und phantafirte, die ganze Familie vor dem nach anmuthiger Herbſtart flam⸗ menden Feuer in Ruhe Platz genommen hatte, erzählte die gnädige Frau der Mamſell Octavie— den Grafen hielt jedoch nichts ab, es zu hören— daß Edith die Einladung zum Baron G. ausgeſchlagen hätte. Es wäre wirklich wunderbar, wie gerne ſie jetzt zu Hauſe bliebe; und, um zu keiner Antwort Zeit zu laſſen, be⸗ gann die Hofräthin, ſich zu wundern, welche Gevattern dort wohl ſonſt noch gebeten ſein könnten.
„ Ueber Einen wenigſtens kann ich Aufklärung geben,“ futgehni Helmer,„denn ich habe die Ehre, gebeten zu ein.“
„Nun, ich muß ſagen, das war recht artig... denken Sie hinzufahren?“
„Ich habe es gedacht!“
Das Geſpräch kam nicht weiter auf dieſen Gegen⸗ ſtand zurück, auch fragte Niemand Edith, was ihre ab⸗ geſchickte Antwort enthielt.
Doch an dem Morgen des zur Taufe beſtimmten Tages erhielt die Hofräthin von der Mamſell Oectavie einen Wink, daß Fräulein Edith wahrſcheinlich einen beſondern Grund hätte, den ganzen Vormittag auf ihrem Zimmer zu bleiben.
„Welchen beſonderen Grund meinen Sie?“
„Ich kann es nicht ſo genau wiſſen, Ihro Gnaden; ich fuͤrchte nur, Sie haben ſich ein wenig in der Ver⸗ muthung geirrt, daß eine gewiſſe Perſon einen Antheil daran hat, daß Fräulein Edith ſo viel zu Hauſe iſt. Eher glaube ich, wenn ich es wagen darf, damit zum Vorſchein zu kommen,“ fuhr in giftigem Tone das
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