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ſehen, wie die, über welche er ſo oft gelacht hatte, wenn er den ledernen Beutel von Murre's Hals losband und vor den Augen froh gaffender Köthner⸗Abkömmlinge einen Pfefferkuchen hervorſuchte, deſſen bloßer Anblick ihre Wangen zu der entzückendſten Trompete erweiterte. 5. und die Thräne, welche er hier abwiſchte, und die Freude, welche er dort theilte, wer hatte einen Begriff davon, wer kehrte ſich daran?
„O Herr! man ſoll nicht die Sonne im Sinken ſehen, wenn ſie noch ſo ziemlich hoch am Himmel ſteht, wie jetzt! Sie müſſen die Sehnſucht fahren laſſen und zeigen, daß Sie ein Kerl für ihren Hut ſind! Es iſt nicht genug, ſein Wort und Verſprechen zu halten, es muß auch mit frohem Herzen geſchehen, ſonſt gebe ich mich Dieſem und Jenem darauf, Fräulein Edith weint das Schnupftuch voll und die Schürze dazu, denn ſie iſt ſtark in ihrer Liebe zu Ihnen— o Gott, wie ſtark ſie iſt!“
Primus hatte ſeine beſonderen Gründe zu ſo vieler Beredtſamkeit.
Er war eben jetzt ſo recht im Zuge mit einer In⸗ trigue, die nichts Geringeres bezweckte, als den langen Kutſcherrekel ebenfalls etwas von Demjenigen fühlen zu laſſen, das Primus früher empfunden hatte.
Primus hatte nämlich auf verſchiedenen Umwegen die beunruhigende Neuigkeit in Umlauf geſetzt, daß Jungfer Lotta für keinen Geringeren, als den vornehmen Nilman, ihre Angeln auswerfe. Und Jonsſon hatte ſo ſchnell, und ſo eifrig angebiſſen, daß er jetzt Lotta nur anglotzte, anſtatt ſie anzuſehen.
Wie konnte wohl Primus geneigt ſein, den Schau⸗ platz eines ſo großen Triumphes zu verlaſſen!
Einige Tage nach dem plöͤtzlichen Aufſtande, den die beabſichtigte Reiſe des Onkels Janne verurſacht hatte, erhielt Edith eine Einladung, als Gevatterin bei einem neuen Taufact zugegen zu ſein.


