wollte, der neue Herr hätte ſich jetzt zu Hauſe in Ruhe hingeſetzt, um ſeinen Kohl zu pflanzen und nach ſeiner Saat und nach ſeinen Kartoffeln zu ſehen; nein, er ſetzte ſein bisheriges freies Leben, welches ihm immer theurer geworden war, nach wie vor fort, und ſchickte bald einen alten Invaliden, den er auf der Landſtraße auf⸗ gefiſcht hatte, bald eine brodloſe, verlaſſene Wittwe, bald ein Kind, das bei einem Verbrechen ertappt war und nun der moraliſchen Abwaſchung unterworfen werden ſollte, nach Hauſe. Kurz: der Zuwachs der Colonie nahm faſt den ganzen Ertrag des kleinen Gutes Gran⸗ dalen weg. Darüber war Onkel Janne gleichwohl nicht im Mindeſten betrübt; er gab ſeinen Untergebenen nur zwei Rathſchläge, nämlich: ſie ſollten um ſo mehr arbei⸗ ten und um ſo weniger eſſen, damit noch Mehrere eſſen und ihm zuhören könnten, wenn er zu Hauſe wäre und beim Kaminfeuer in der Mitte des vergnügten Kreiſes ent⸗ weder ſeine Abenteuer erzählte, oder ein Capitel aus der Bibel las, oder nach Befund eine kleine Predigt über dieſe oder jene Tugend oder Nothwendigkeit hielt.
Onkel Janne war gleichwohl weit entfernt von dem Wunſche, ſich immer ſelbſt zu hören; nein, er hörte auch Andere ſehr gern. Und jeder in der Geſellſchaft, der etwas zu erzaͤhlen wußte, entweder eine Geſchichte oder ſonſt etwas, oder wer einen Vorſchlag zum Beſten des Gutes zu machen wußte— das Gut wurde unter der Aufſicht eines Waiſen von der ganzen Geſellſchaft ge⸗ meinſam bewirthſchaftet— der war ſeines Ohres ſtets
ewiß.
3 So, während Onkel Janne's Herz in vertraulichen Stunden ſeine Dankbarkeit gegen den Bruder ergoß, deſſen Liebe ihm Mittel zu dieſen Genüſſen bereitet hatte, war endlich eine ganze Reihe von glücklichen und frohen Jahren dahin geſchwunden, als ihn plötzlich auf einer Reiſe durch Norrland der ſchreckliche Schlag von dem Tode des geliebten Bruders traf.
Dieſer Schmerz kam ſo heftig, ſo ganz ohne alle
Vorbereitung— er war vor Kurzem von dem geſunden,
in Gat gew allz geg⸗ Töe


