Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1849)
Entstehung
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Schreiben von Rechnungen und dergleichen, auf den Bauernhöfen dadurch, daß er die Kinder leſen und den Vater rechnen lehrte; bald dagegen kam er nur auf flüchtige Augenblicke, weil er zu einer beſtimmten Zeit an einem Orte ſein mußte, wo er eine Ausſicht abzeich⸗ nen wollte, für welche er weite Wege gegangen war.

Wo er kam und wohin er ging, war er ſogleich wie zu Hauſe und bald beliebt, denn wie viele nützliche Dinge für die Haushaltung lehrte er nicht die Bauern⸗ frauen, wie viele desgleichen für die Geſundheit der Menſchen und des Viehes, wie viele Pfefferkuchen ver⸗ theilte er nicht an die Kinder, wie froh nahm er nicht als Arbeiter an der Ernte Theil. Nichts verſchmähte er, bei Allem war er gern mit, und Allem gab er durch freundliche Geſpräche Anmuth und Reiz.

Zuletzt blieb er den halben Winter aus, ja bis⸗ weilen ein ganzes Jahr, und wenn Franz ihm dann im. Mißmuth dieſe Ungerechtigkeit vorwarf, ſo antwortete er dann mit lakoniſcher Heimlichkeit:

Eine kleine, hübſche Freundin lag mir im Sinne! Dieſes bedeutete ſo viel, als: er hatte gemeint, daß er nützlich ſein könnte, wo er eben war, denn einehübſche Freundin hatte noch niemals dieſes Herz gerührt, wel⸗ ches Raum genug hatte für Jeden, der einen Kummer hatte, um deſſen willen er traurig war, eine Hoffnung, über welche er ſich freute.

Bei zunehmendem Alter ſetzte jedoch der Hofrath. ſeinen unausgeſetzt erneuerten Plan durch, daß Janne für ſeine Lebenszeit zu vollkommenem Beſitze einen kleinen, netten Hof annehmen ſollte, den Franz zu dieſem Zwecke beſonders angekauft hatte. Und endlich ging Onkel Janne auch hierauf ein, unter der Bedingung, daß diejenigen Perſonen, welche bei ſeinem Tode auf dem Hofe wären, dort in Ruhe verbleiben dürften, bis auch ſie begraben oder auf eine andere Weiſe verſorgt wären. Dieſes wurde durch einen ſchriftlichen, von Zeugen unterſchriebenen Contract förmlich abgemacht.

Man würde jedoch fehlgreiſen, wenn man glauben