Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1849)
Entstehung
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nd Erbe des Sohnes iſt des Vaters ehrlicher

Bald ſahen ſie es auch ein, daß ſie den Schutz der Göttin an verſchiedenen Orten ſuchen würden; Eines aber tröſtete ſie; ſie wußten, daß ſie immer wenigſtens irgend einen Ort finden würden, wo ſie ſich treffen konnten, um die vertraulichen Ergießungen über ihre verſchiedenen Beſtrebungen auszutauſchen.

In einem Alter von neunzehn Jahren waren die beiden Brüder ſich und ihren eigenen Kräften gänzlich überlaſſen.

Die ſchöne Heimath ihrer Kindheit, woſelbſt eine liebende, zärtliche Mutter, ein vortrefflicher Vater ſie bis⸗ her mit offenen Armen empfangen hatten, war ihnen jetzt verſchloſſen, auf immer verſchloſſen. Das Haus war in fremden Händen, denn der Vater und die Mutter waren in eine andere, eine ruhigere Heimath gezogen.

Dort oben, ſagten die Jünglinge, indem ſie ſich feſt umarmten,werden ſie wenigſtens erfahren, wie unſere Träume in Erfüllung gegangen ſind!

Die Träume führten Franz Sternfelt auf ſtolzen Flügeln zu Ehrenſtellen, Anſehen, Reichthum und Macht. Janne, war blöder und mit ſeinem einfachen Gemüthe nicht im Stande, das Glück zu würdigen, nach welchem Franz ſtrebte, und hatte daher nur ein einziges Ziel, aber dieſes war auch der höchſte, brennende Wunſch ſeiner jungen, poetiſchen Seele: eine Reiſe nach Italien, um zu ſtudiren und ſich auszubilden.

Janne war ein Dilettant in der Malerkunſt, und dachte, er könnte es vielleicht eines Tages ſo weit brin⸗ gen, daß man ihn einen verdienſtvollen Landſchaftsmaler nannte.

Franz war Student, und dachte, daß er wohl eines Tages den NamenIhre Excellenz führen könnte.

Franz war, wenn auch nicht eben ſtolz auf ſeit

adeliges Wappen, doch herzlich zufrieden mit demſelben.

* DL.2 7 7* Janne meinte, es ſei ganz einerlei, ob er Stensſon

oder Sternfelt, Paul oder Per hieße, er dachte niemals daran, außer wenn er bisweilen zu ſich ſelbſt ſagte: