Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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deſt mit beſſerem Glücke die Moskwa ausſchöpfen können, als dieſe ſtörriſche Heidin zur Erkenntniß ihrer Ketzerei bringen. Geh' nur hinein, wirſt wenig Freude von dieſem Gange haben.

Eine wenn auch tief demüthigende, doch ihrem Her⸗ zen wunderbar Troſt gewährende Freude verſchönte die letzte Lebensſtunde Marina's, als Pater Javer an ihr dürf⸗ tiges Strohlager trat. Die verfloſſene Nacht vermeinte ſie ſchon den Tod zu fühlen, aber der letzte Funke von Le⸗ benskraft hatte noch einmal den Sieg davongetragen. Indeß mit dem vorrückenden Morgen nahm das Gefühl ſchnellen Herabſinkens dieſes letzten Aufflammens ſo ſicht⸗ bar zu, daß ſie nur noch mit Mühe die Worte hervorſtam⸗ meln konnte:

Naver, Du haſt im Glanze meine Thorheit geſehen, Du ſiehſt nun auch meine Strafe im Elend. Aber immer noch iſt der Himmel mir gnädig, er ſchickt mir Herzen, in deren Liebe ich dahin ſcheiden ſoll... im Lichte der Vergebung. Ich danke Euch Beiden.

Tayer mußte ſich gewaltſam zuſammenraffen, um einer großen übermächtigen Rührung nicht zu viel Raum zu geſtatten. Er ſagte ihr, daß es nicht in ſeinem Willen geſtanden, von ſeiner Miſſion, die der perſönlichen Ueber⸗ zeugung gegolten hätte, ob der Prätendent wirklich ihr Gemahl ſei, nach Moskau zurückzukehren. Eine unbe⸗

dachte Aeußerung von ſeiner Seite, daß hier eine Täu⸗

1861. 22. Eine lat. Czarin. II. 13