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ſich aufzurichten auf ihrem Lager liegen. Auch das letzte Leid war über ſie gekommen, um ſie ganz den Wermuths⸗ becher eines entſetzlichen Geſchickes leeren zu laſſen. Man hatte ihren Czarewitſch ihr entriſſen, und um jeder Mög⸗ lichkeit einer künftigen Anſpruchserhebung desſelben zu⸗ vorzukommen, ihn erdroſſelt. Nichts von aller Größe, von allem Glücke war ihr geblieben, von Allen verlaſſen hoffte ſie nur auf den einzigen Erlöſer von allem Elend, auf den Tod. Ueberwältigt vom Anblicke dieſes Unglücks ſank Praskowa weinend an ihrem Strohlager nieder.
„Wer biſt Du, daß Du Thränen für mich haſt?“ fragte Marina überraſcht.
Welche herzerſchütternde Erkenntnißſcene folgte dieſer, das Aufgeben auf alle Theilnahme bezeichnenden Frage! Und doch war dies Wiederſehen ein Sonnenblick in dem von Kerkermauern umnachteten Leben dieſer vom Glück Verlaſſenen. Es konnte Praskowa nicht entgehen, daß die Geſundheit Marina's unheilbar erſchüttert und untergra⸗ ben, nur eben noch dieſes ſchrecklichen Aufenthaltes be⸗ durfte, um ſchneller zu vergehen. Geiſtige und köͤrperliche Anſtrengungen hatten vereint mit der Laſt ſchweren Kum⸗ mers ihre Lebenskräfte faſt aufgezehrt, das Schickſal ihres Czarewitſch's ihr Herz gebrochen, ſie trug die Auflöſung in ſich und in ihrem Aeußern. Ihre matte Stimme, ihr tief eingefallenes Geſicht, der erloſchene Glanz ihrer Au⸗ gen bezeugten ihre Todesreife. Jeder Tag führte Pras⸗


