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die Wohlthat eines mild zu ihm ſprechenden Weſens nicht ganz ohne Anklang blieb. Praskowa empfing ihn des Abends, wenn er von ſeiner Bußwanderung nach Hauſe zurückkehrte; ſie weckte ihn des Morgens mit einem Se⸗ gensſpruche, ehe er wieder das Haus verließ. Allmählig bildete ſich in Walujews umnachtetem Geiſte der Wahn, die Heiligen hätten ihm einen Schutzengel geſandt, der ihn liebreich pflege, und dieſer Wahn verwuchs bald ſo ſehr mit ſeinem wirren Denken, daß er, der ſchweigſam in ſich Gekehrte, die höchſte Unruhe verrieth, wenn Praskowa einmal nicht gleich bei ſeiner Rückkehr in ſeiner Wohnung zugegen war. Er glaubte dann die Heiligen unzufrieden mit ſeinen Entbehrungen und Kaſteiungen an dem ver⸗ floſſenen Tage. So bereitete Praskowa dem Irren noch ein Glück, das in ſeinem verdunkelten Geiſte der einzige Lichtſtrahl, die einzige Segnung war. Doch ein ſo tief zerrüttetes Daſein, als das Walujew's, konnte nicht allzu⸗ lange ausdauern, er ſtarb in ſeiner Tochter Armen, das brechende Auge auf ſie gerichtet, mit einem Gospodi po- milui(Herr, erbarme Dich)! ſein Leben verhauchend. Von dieſem Tage an gab ſich Praskowa ihrer Buße, den armen Kranken und Geſangenen Troſt bringend, mit raſtloſem Eifer hin. Wie ein guter Engel trat ſie an die Lagerſtätte der Hilfloſen, der Sterbenden, zu denen ihr ebenſo wie zu den Gefangenen Niemand den Zutritt ver⸗ wehrte, denn überall kannte man ſie und erzeigte ihr jene


