Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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die Krippe befeſtigt, auf dem bloßen Leibe, die ſie ein⸗ mal um den Hals, einmal um die Hüften und kreuzweiſe über die Bruſt ſchlingen. Dieſe ſtraff angezogene Kette verwächſt zuletzt theilweiſe ins Fleiſch hinein. Walu jew bot in ſeiner fanatiſchen Selbſtqual das Muſter eines ſolchen Büßenden, man ſah ihn an den Kirchthürmen oft im Schnee liegen und Gebete murmeln oder dem heißen Sonnenbrand ſich ausſetzend. Nur die Nächte brachte er in ſeiner Wohnung zu, doch auch ſie waren, wie ſchon bemerkt, nur die Fortſetzungen ſeiner Bußübungen. Ephim⸗ war im Hauſe geblieben. Sein ſtilles, ſanftes Gemüth trug ja ſelbſt ſchwer am Verluſte ſeiner Hoffnungen, daß er das Haus, wo er eiaſt ſo kindlich glücklich geweſen, nicht hätte verlaſſen mögen. Er gehorte unter die kleine Zahl Derjenigen, welche von den Erinnerungen ihres Glückes zehren und ihren Schmerz dadurch verſchönen. Er hatte kein Wort einer Anklage gegen die abweſende Praskowa, welches Benehmen auch der oft in Redſelig⸗ keit ausartenden Nataͤſcha Schweigen auflegte. Uebri⸗ gens war auch bei Nataͤſcha eine große Veränderung vorgegangen. Das Bewußtſein, zu welcher That ihre Selbſttäuſchung ihren Brodherrn getrieben und wie ſie die eigentliche Veranlaſſerin alles Unglücks in dieſem Hauſe geweſen, hatte ſich allmählig zu einem Vorwurfe Lanih geſtaltet, von dem ſie ſich ſchwer niedergedrückt ühlte.