Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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1726

und Prinz Wladiſlaw bereits von den Bojaren in der Hauptſtadt anerkannt war, eiligſt nach Kaluga zurückzuzie⸗ hen. Eine ungemeſſene Wuth beherrſchte nun den in ſei⸗ nen Hoffnungen betrogenen Demetrius. Es bemächtigte ſich ſeiner ein Hang zum Argwohn, der ſeine treueſten An⸗ hänger nicht verſchonte und ihr Blut vergoß, wenn gleich Marina nichts unverſucht ließ, ſeine oft in Raſerei aus⸗ artenden Befehle zu den grauſamſten Strafen an allen Denen, die er für Verräther betrachtete, rückgängig zu machen, was ihr in vielen Fällen gelang. Seinen klei⸗ nen Hof zu Kaluga ließ er nicht mehr von ihm treu ge⸗ bliebenen Polen oder Ruſſen bewachen, ſondern von Ko⸗ ſaken, Tataren und Tſcherkeſſen. Sie waren, obwohl Muſelmänner, nun die Freunde des einzigen chriſtli⸗ chen Fürſten der Welt, wie ſich nach dem Beiſpiele der moskowitiſchen Großfürſten Demetrius nannte. Indeß hatten Moskau und die meiſten Provinzen

des Nordens dem polniſchen Kronprinzen Treue geſchwo⸗

ren, die Polen ſtanden in Moskau und hielten den Kreml beſetzt. Ihres Führers, des Krongroßfeldherrn, feine Po⸗ litik bewährte ſich vortrefflich, er verſtand es, das Natio⸗ nalgefühl des durch ſo viele Schickſalsſchläge entmuthig⸗ ten Volkes mit dem Gedanken, daß es jetzt Fremden ge⸗ horchen müſſe, zu verſöhnen, beſonders da er den Ueber⸗ muth ſeiner Soldaten durch ſtrenge Mannszucht in Schranken hielt; aber was den zweiten Demetrius(viel⸗