V.
Gleich ſchwerem Wetter laſtete das zermalmende Geſchick des Krieges noch länger auf dem unglücklichen Rußland. Die Anfangs Juli 1610 bei Kluſchino von dem Krongroßfeldherrn Scholkiewski gewonnene Schlacht ver⸗ nichtete nicht nur die von den ſchwediſchen Hilfstruppen unterſtützte Armee Baſil Schuiski's, ſondern ward auch die unmittelbare Folge von deſſen Abſetzung. Er mußte an ſich ſelbſt erfahren, wie trüglich die Volksgunſt iſt. Aus ſeinem Palaſte geriſſen, wurde er unter ſtarker Bewachung in das Haus geführt, welches er vor ſeiner Erhebung be⸗ wohnt hatte. Man machte ihn für das Unglück des Va⸗ terlandes verantwortlich. Wenige Tage darauf forderten ſeine früher in Demuth vor ihm ſich beugenden Höflinge, nun ſeine Richter, daß er Mönch werde. Sein Widerſtand war vergeblich, man hielt ihm die Hände und ſchor ihm das Haupt. Es war ein ſchlechter Lohn, den er durch ſeine Ränke und Treuloſigkeit ſich ſelbſt errungen. Aber eben ſo, wie man Baſil's Regierung ſatt und überdrüſſig war,


