Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Kaluga!“ rief Koſchelew, den noch feſtgeſchnürten Ru⸗ ritſch ſich wieder auf die Schulter ladend.

„ Lebe wohl, Marina... der Himmel ſchütze Dich, wie er mich geſchützt hat vor Verrath,“ rief der Czar. „Ein Narr iſt mein Freund... aber ich bin ſicherer mit ihm, als im Schutze der Klugen. Folge mir bald nach.“ Mit dieſen Worten ſchritt er raſch dem ihm durch eine an⸗ dere Thür mit ſeiner Laſt voraneilenden Koſchelew nach. Tiefes Nachtgrau deckte die Flucht des mit ſeinem Luſtig⸗ macher im unhörbar über die feſte Schneedecke dahin glei⸗ tenden Schlitten dem Lager von Tuſchino entweichenden Demetrius, welcher glücklich die ihm wohlgeſinnte Stadt Kaluga erreichte.

Am andern Morgen zog die Kunde, der Czar ſei ver⸗ ſchwunden, durch das Lager. Die ruſſiſchen Soldaten ver⸗ meinten, er ſei ein Opfer der mit ihm unzufriedenen Po⸗ len geworden, da der blutige Leichnam Julians, den man in Demetrius Zimmer fand, die ſtärkſte Veranlaſſung zu der Vermuthung gab, man habe in der Nacht den Czar überfallen und ſowohl ſeine als die Leiche Koſchelew's be⸗ ſeitigt. Obgleich auch am andern Tage Julian's Diener, Ruritſch, noch zuſammengeſchnürt an Händen und Füßen, ein bedeutendes Stück weit außerhalb des äußerſten La⸗ gerkreiſes aufgefunden wurde, ſo war von ihm doch nichts über den nächtlichen Vorgang in des Czaren Zimmer zu erfahren. Der übermäßige Branntweingenuß und die