Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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zur Beſonnenheit zurückgeführten Verirrung, und es war nur natürlich, daß ſie den innigſten Dank für ihn fühlte, der ſelbſt in ihrer Verlaſſenheit noch Mittel und Wege gefunden, ihr als truſtender Freund beizuſtehen. Wie ſchön verklärte ſich die Liebe dieſes jungen Prieſters zu ihr! ſie war geheiligt durch ein reines Herz, das weltli⸗ chen Hoffunngen entſagt, und in dem großen und erha⸗ benen Berufe des Prieſterthumes ſich dem Himmel zuge⸗ wendet hatte.

Aber auch andere Gedanken tauchten bei Marina auf. Wenn ſie daran ſich erinnerte, mit welchen Erwar⸗ tungen ſie dieſes Land betreten, wie ſtolz ſie ſchon ganz im Bewußtſein ihrer Hoheit beim Abſchied von ihren Freun⸗ dinnen und Geſpielinnen geweſen, und jetzt Alles dieſes in Nichts zerronnen, ſie zum Gegenſtand des Mitleids und des geheimen Spottes geworden war, drängten ſich Thränen des Zornes in ihre Augen. Nur der eine Wunſch ſtand dann vor ihrer Seele, wieder zur Macht zu gelan⸗ gen, um ſich der geheimen Schadenfreude zu entreißen, der Verachtung, die nicht ſelten der geſtürzten Größe zu Theil wird. Welche Opfer konnten zu groß ſein, dieſes ſehnſüchtigen Wunſches Erfüllung zu verwirklichen, wenn ſich ihr ſolche Gelegenheit jemals bieten würde! Die ihr von Pater Xaver zugegangene Kunde vom Leben ihres Gemahls erfüllte ſie deshalb mit außerordentlicher Freude, ſie ſah in derſelben einen neuen Aufgang ihres Gluͤcksſter⸗