den der Einſamkeit, deren ſie ſo viele hatte, ward ſie das Opfer einer Menge ihren Kopf durchkreuzenden Gedan⸗ ken, die nicht ſelten als ein Heer von Widerſprüchen ge⸗ gen einander ſtritten; aber aus dieſem Wirrwarr von Ideen, Erzeugniſſen der Angſt um ihre Zukunft, des Zornes, eine Gefangene zu ſein, deren Rang man rück⸗ ſichtslos beleidigte, des verletzten Stolzes und der gebro⸗ chenen Eitelkeit, die ſo vielen Theil an ihr hatte, ent⸗ ſtiegen auch wieder Gedanken, die ſie feſt wie leitende Engel in dunkler Nacht hielten und ihr zu Stützen in ihrer traurigen Verlaſſenheit wurden. Jetzt erſt erkannte ſie, welch' ein Retter Pater aver für ſie geweſen, denn ohne ihn würde ſie nun, wo ſie vom Ungluͤck gleichſam einge⸗ ſargt, einer höchſt ungewiſſen Zukunft entgegenſah, auch ihren Gott verloren haben. Daß ſie dieſen Troſt noch hatte, dankte ſie ihm. Es lag eine Wohlthat in die ſem Bewußtſein füͤr ſte. Der Vorwurf der Abtrünnigkeit von ihrem väterlichen Glauben um eines Vortheils willen, der jetzt mit einemmale in Nichts verſunken war, würde ſie ganz elend, vor ſich ſelbſt verächtlich gemacht haben. Er wäre eine noch viel traurigere Demüthigung ihres Stolzes in ihrer jetzigen Lage geweſen, als dieſe ſelbſt, und ſie würde nicht mehr auf die Theilnahme ihrer Glau⸗ bensgenoſſen und Landsleute haben rechnen können, auf welche noch ein Theil ihrer Hoffnungen ſich gründete. Sie ſchämte ſich ihrer noch rechtzeitig durch Pater Xaver
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