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machen wollte, ſie und ihre ganze Familie mit dem Tode
bedroht habe, wenn ſie ihn nicht für ihren Sohn anerken⸗
nen würde; daß derſelbe Thronräuber außer dem ab⸗ ſcheulichen Frevel, eine Lateinerin zu heirathen, ohne ſie taufen zu laſſen, nicht nur die Ermordung ſämmtlicher Bojaren, ſondern auch den Untergang der rechtgläubigen Religion und die Einführung des lateiniſchen und lutheri⸗ ſchen Glaubens im Schilde geführt habe.
„Pfui! welche Abſcheulichkeit!“ rief Marina, das Schriftſtück mit größter Verachtung zu Boden werfend. „Es iſt nichts als Betrug in Eurem Lande! eine Lüge ſoll die andere todtſchlagen. Welche gemeine Art ſich und ſein Thun zu verſtecken! Begreift Ihr nicht, daß Ihr Schande auf Euch häuft, wenn die Welt erfährt, daß Eure Kunſt, das Reich zu regieren, nichts Anderes als ein Gewebe ſinnloſer Ränke, der niederträchtigſten Heuchelei, des abſcheulichſten Betrugs iſt? Wie erbärm⸗ lich müßt Ihr doch ſein, wenn Ihr dies Bekenntniß der Czarin⸗Mutter als Wahrheit anſehet! Geht, ſagt das Eurem Herrn Baſil Schuiski, dem Meiſter aller Lügen.. ſagt ihm aber auch, er ſolle auf eine neue Lüge ſinnen, wenn des Königs von Polen Heer ſiegreich als Rächer ſo vieler Schändlichkeiten in Moskau einzieht.“
Jedes neue mit ihr angeſtellte Verhör ergab kein anderes Reſultat, als daß Marina auch auf's Neue ihre Verachtung, ihren Abſcheu ausſprach. Aber in den Stun⸗


