Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Taver Golczewski, mein... Pflegebruder, theilt mit ihm das gleiche Loos unrechtlicher Gefangenſchaft. Auch Ju⸗ lian, ſein Bruder, bewohnt daſſelbe von Strelitzen um⸗ ſtellte Haus mit ihm.

Slawa Bogu(Gott ſei geprieſen)! rief Prasko⸗ wa tief Athem ſchöpfend...Julian lebt!... ſie ha⸗ ben ihn nicht getödtet, wie ich fürchtete.

Glaubſt Du nun an meine Hoffnung auf baldi⸗ gen Wechſel meines Geſchickes? fragte Marina lä⸗ chelnd.

Ja, meine gnädigſte Herrin, und ich bitte Gott, daß er den Czaren, Deinen Gemahl, unſeren allergnädigſten Herrn, mit Sieg begleite bei ſeiner Rückkehr nach Moskau.

Die Zeit, welche Praskowa zum Beſuche bei der Czarin gegönnt war, flog in ſtürmiſcher Eile ihrem Ende zu. Sie hörten ſchon wieder die ſchweren den Corridor entlang hallenden Tritte des für die Wahrheit der Sprich⸗ wörter ſeines Vaterlandes ſo angelegentlich beſorgten Petruſchka.Ich rechne darauf, daß Du wieder kommſt, Kind... bringe mir alles zum Schreiben Nothige mit, ich wünſche meinem gnädigen Herrn Vater Nachricht von mir zu geben, flüſterte ihr die Czarin zu, und Praskowa verſprach es. Petruſchka rief in die Gefängnißzelle hinein: Die Zeit iſt um... heraus da, Praskowa Walujewna.

1861. 22, Eine lat, Czarin. II. 2