Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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paar Wolldecken überbreitet. Ein Schemel und ein ro⸗ her Tiſch vollendeten die ganze Ausſtattung dieſes Ge⸗ fängniſſes, deſſen einziges halb erblindetes kleines Fen⸗ ſter mit dem Rahmen an die Decke anſchloß und demnach G der Gefangenen auch nicht einmal die Möglichkeit geſtat⸗ tete, hinauszuſehen. Das durch dies Oberlicht erhellte Gemach ſchien ehedem zur Rumpelkammer gedient zu ha⸗ ben. Wenn ein ſolcher jeder Annehmlichkeit entbehrende

Aufenthalt eine bittere Demüthigung für Marina ſein mußte, ſo zeigte ſie ſelbſt in ihrem Aeußeren, welche

entſetzliche Verwandlung in ihrem Geſchick vorgegangen. Man hatte ihr nichts gelaſſen, als ihren Schlafmantel, alles Uebrige war ein Raub des Pöbels geworden, der die von ihr bewohnten Zimmer gänzlich verwüſtete. Die Schlauheit Baſil Schuiski's hatte den Aus⸗ bruch des Aufſtandes klug bis nach der Vermählung des zum Blutopfer auserkorenen Demetrius mit Marina zu verſchieben gewußt, um ſomit die koſtbaren Juwelen, welche der Czar ſeiner Braut nach Polen zum Geſchenk geſchickt hatte und mit denen ſie, wie wohl zu erwarten war, ſich bei den Hochzeitsfeſten ſchmücken werde, wie⸗ der nach Rußland übergeſiedelt zu wiſſen. Dies Calcül hatte ſich als eine ſehr kluge Vorausſetzung bewährt. Mit 4 den reichen Geſchenken des Demetrius, welche in den Staatsſchatz als zu dieſem urſprünglich gehörend, nun zu⸗ rückgekommen, waren aber auch Marina's eigene Ge⸗