Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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meiner unverzeihlichen Gutmüthigkeit, wenn Alles wäre, wie es ſein ſollte, hätten wir in unſerm guten heiligen Rußland niemals nöthig, den guten SpruchKak ni Budg(So oder ſo) anzuwenden und wir würden um ein rechtſchaffenes und ſehr vernünftiges Wort ärmer ſein. Kann ein guter Ruſſe dergleichen wünſchen? darum halte ich viel auf'sKak ni Budg. Gott ſei bei uns! Jeder muß etwas für's Vaterland thun.

Nachdem der würdige Petruſchka ſolchergeſtalt ſich in den Augen Praskowa's, die ſeine Gewiſſenhaftigkeit zu unerlaubter Ausſchreitung verführt hatte, vollkom⸗ men gerechtfertigt glaubte, führte er ſie zu dem Gemache, welches der ſo unerwartet aus den Himmeln ihrer Hoheit geſtürzten Czarin zum Gewahrſam diente.In einer halben Stunde hole ich Dich wieder ab, flüſterte er Praskowa zu, nachdem er ihr die mit Schlöſſern wohl⸗ verwahrte Thüre öffnete.

Praskowa!

Mit dieſem Rufe, der zugleich Freude und Erſtau⸗ nen ausdrückte, begrüßte Marina die Genannte, die vom Schreck, ihre frühere Herrin in einer Umgebung zu ſehen, die ſo wenig mit deren Hoheit harmonirte, in Thränen ausbrach. Es war ein enges Zimmer, deſ⸗ ſen vier kahle Wände an vielen Stellen ſelbſt von dem Abputz entkleidet ſich wieſen. In einer Mauervertiefung befand ſich das ärmliche Lager der Beſitzerin, von ein