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verſchleiert im Herzen trug, ſich ihr als ein wahrer, erge⸗ bener und nützlicher Freund zeigte.
Der alte treue Burſche nahm in weitausgedehnteſter Beziehung des Wortes die Stellung eines für Alles auf⸗ merkſamen Haushundes in Walu jews Hausweſen ein. Er würde für ſeinen Herrn, deſſen Tochter und Ephim, deren künftigen Gatten, durch's Feuer gelaufen ſein, darin beſtand ſeine Tugend, die er durch eine jederzeit außerge⸗ wöhnliche Eßluſt zu unterſtützen verſtand. Praskowa hatte ihn bisher wenig beachtet, ſeine Stellung hielt ihn zu ſehr von ihr entfernt, als daß ſie jemals hätte glauben können, der gute Eſſer ſei für zartere Angelegenheiten als für die niederen Hausdienſte zu verwenden, indeß das Unvermu⸗ thete drängte ſich ihr bald als eine willkommene Ueber⸗ zeugung auf.
Ilia war die lebendige Zeitung in Walujews Hauſe und wenn auch die über die kleinen Ereigniſſe in der Nachbarſchaft von ihm eingezogenen Nachrichten ſehr oft der Begründung entbehrten, weil er ſie in der Regel aus trüber Quelle, nämlich vom Hörenſagen, ſchöpfte, ſo berei⸗ tete er doch mit der Wiedererzählung von dergleichen nur für die mit den Umſtänden bekannteren Perſonen Intereſſe habenden Dingen ſeiner guten und ſeine ſtets rege Eßluſt protegirende Freundin Nataͤſcha ungemein großes Ver⸗ gnügen damit. Sie erfuhr mit vieler Selbſtbefriedigung von ihm, wie bei dem reichen Kaufmann Iwan Iwantſch,


